Furunkel und Abszesse: Ursachen, Behandlung und Warnzeichen
Klinische Prüfung ausstehend
Wie sich Furunkel und Hautabszesse unterscheiden, was bei kleinen Furunkeln helfen kann, wann ärztliche Behandlung nötig ist und warum die Infektionen wiederkehren können.

Ein schmerzhafter, mit Eiter gefüllter Hautknoten kann ein Furunkel sein: Dabei entzündet sich ein Haarfollikel, und es entsteht ein kleiner Abszess. Kleine Furunkel können sich von selbst entleeren und abheilen. Größere oder tiefer liegende Eiteransammlungen müssen häufig ärztlich geöffnet werden. Bei Fieber, einer sich ausbreitenden Rötung oder ausbleibender Besserung sollte die Stelle untersucht werden. Ausdrücken oder selbst aufschneiden kann die Infektion verschlimmern.
Furunkel und Abszess: Was ist der Unterschied?
Ein Furunkel entsteht durch die Infektion eines einzelnen Haarfollikels. Die Eiteransammlung reicht durch die Lederhaut bis in das darunterliegende Fettgewebe und bildet einen kleinen Abszess. „Hautabszess“ ist der Oberbegriff für eine abgekapselte Eiteransammlung in der Haut. Meist lässt sie sich als druckempfindlicher, geröteter Knoten ertasten, der unter Druck etwas nachgibt. Ein Furunkel ist also eine Form des Abszesses. Leitlinie zu Haut- und Weichteilinfektionen
Im Alltag werden die Begriffe oft gleichbedeutend verwendet. Ähnlich aussehende Hautveränderungen können jedoch andere Ursachen haben und eine andere Behandlung brauchen.
Furunkel
Wenn sich Bakterien an einem Haarfollikel ansiedeln, kann sich dieser entzünden. Breitet sich die Infektion in die Tiefe aus, entsteht ein Furunkel. Bei einer Follikulitis bleibt die Entzündung dagegen oberflächlicher; die Eiteransammlung ist auf die Oberhaut begrenzt. Erreger und Ausgangspunkt können dieselben sein. Der Unterschied liegt in der Tiefe der Entzündung. Die englischen Begriffe „boil“ und „furuncle“ bezeichnen beide einen Furunkel. Leitlinie
Hautabszess
Bei einem Hautabszess sammelt sich Eiter in der Lederhaut und tieferen Hautgeweben. Typisch ist ein schmerzhafter, druckempfindlicher, roter Knoten mit einer nachgiebigen Mitte. Dieses Nachgeben heißt medizinisch Fluktuation und weist auf flüssigen Eiter hin. Eine reine Gewebeentzündung hat keine solche Eiterhöhle. Abszesse können auch außerhalb der Haut entstehen, etwa an einem Zahn, in einem Organ oder in tieferem Weichgewebe. Leitlinie
Karbunkel, Zyste und bakterielle Zellulitis: Wie passen sie dazu?
Aus einer oberflächlichen Follikulitis kann ein tiefer reichender Furunkel werden. Fließen mehrere infizierte Haarfollikel zusammen, entsteht ein Karbunkel. Die Infektion erfasst dann die umgebende Haut und das tiefe Unterhautfettgewebe. Eiter kann aus mehreren Öffnungen abfließen. Karbunkel treten besonders häufig im Nacken, am Rücken und an den Oberschenkeln auf, wo die Haut dicker ist. Karbunkel
Eine bakterielle Zellulitis sieht anders aus: Diese flächige Infektion der Haut und des Unterhautgewebes breitet sich als zunehmend größerer roter Bereich aus, ohne eine abgrenzbare Eiterhöhle zu bilden. Mit der kosmetischen Cellulite hat sie nichts zu tun. Eine Zyste wiederum ist zunächst ein nicht infizierter Gewebesack, der jahrelang unauffällig bleiben kann. Entzündet er sich, kann er einem Furunkel sehr ähnlich sehen. Auch austretendes Keratin nach einem Riss der Zystenwand kann eine Entzündung auslösen, ohne dass eine bakterielle Infektion vorliegt. Übersichtsarbeit zur bakteriellen Zellulitis
Die Größenvergleiche in der Tabelle dienen der Orientierung. An der Größe allein lässt sich keine dieser Hautveränderungen sicher erkennen.
| Hautveränderung | Tiefe | Typische Größe | Ursache | Typische Körperstellen | Entleert sie sich von selbst? | Übliche Behandlung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Furunkel | Vom Haarfollikel bis in das Unterhautfettgewebe | Erbsen- bis weintraubengroß | Bakterielle Infektion eines einzelnen Haarfollikels | Gesicht, Hals, Achselhöhlen, Gesäß, Oberschenkel | Häufig, sobald sich eine Eiterspitze gebildet hat | Wärme und Sauberkeit; bei großen Furunkeln ärztliche Eröffnung und Entleerung |
| Hautabszess | Lederhaut und tiefere Hautgewebe | Weintrauben- bis golfballgroß oder größer | Bakterien, die in einer Eiterhöhle abgekapselt sind | Überall am Körper, in der Haut oder in tieferem Gewebe | Manchmal, aber nicht zuverlässig | Ärztliche Eröffnung und Entleerung |
| Karbunkel | Mehrere miteinander verbundene Haarfollikel bis in das tiefe Unterhautgewebe | Größer als ein einzelner Furunkel | Zwei oder mehr aneinandergrenzende Furunkel | Nacken, Rücken, Oberschenkel | Teilweise, über mehrere eiterführende Gänge | Ärztliche Eröffnung und Entleerung |
| Epidermoidzyste | Gewebesack innerhalb der Haut | Erbsen- bis walnussgroß | Eingeschlossenes Keratin, zunächst keine Infektion | Gesicht, Hals, Rumpf, Rücken | Nein, außer wenn sie aufbricht oder sich infiziert | Ohne Beschwerden oft belassen; bei akuter Entzündung gegebenenfalls entleeren, vollständige Entfernung meist erst nach Abklingen |
| Bakterielle Zellulitis | Tiefe Lederhaut und Unterhautgewebe | Sich ausbreitende Fläche statt eines Knotens | Bakterien, die sich diffus im Gewebe ausbreiten | Am häufigsten an den Beinen, grundsätzlich überall möglich | Nein, es gibt keine entleerbare Eiterhöhle | Antibiotika, keine Entleerung |
Quellen und weiterführende Informationen: Leitlinie, Karbunkel, Übersichtsarbeit zur Zellulitis, Ratgeber zur Zellulitis, Epidermoidzysten.
Was verursacht Furunkel und Abszesse?
Oft beginnt die Infektion an einer kleinen Verletzung der Haut: einem Schnitt, einer beim Rasieren gereizten Stelle oder einer Scheuerstelle. Bakterien dringen ein, und das Immunsystem versucht, sie in einer Eiterhöhle abzukapseln. Häufig ist Staphylococcus aureus, kurz S. aureus, beteiligt. Übersichtsarbeiten beschreiben ihn über Altersgruppen und Regionen hinweg als weltweit häufigsten Erreger von Hautinfektionen. Wie schwer eine Erkrankung verläuft, hängt auch von seinen krankmachenden Eigenschaften ab, den sogenannten Virulenzfaktoren. Die Zahl der Bakterien allein erklärt das nicht. Übersicht zu S. aureus, S. aureus und Hautinfektionen
Die Abkapselung hilft, die Infektion zu begrenzen, erschwert aber zugleich die Behandlung. In einer schlecht durchbluteten Eiterhöhle erreichen Immunzellen und Antibiotika den Infektionsherd nur eingeschränkt. Bei Karbunkeln, Abszessen und großen Furunkeln empfiehlt die Leitlinie deshalb, die Stelle zu öffnen und den Eiter abfließen zu lassen. Medizinisch heißt das Inzision und Drainage. Leitlinie
Welche Bakterien sie auslösen
Falls ein Antibiotikum nötig ist, richtet sich die Wahl auch nach dem Erreger. In einer Untersuchung bei Erwachsenen, die wegen eitriger Hautinfektionen eine US-Notaufnahme aufsuchten, ließ sich in 76 % der Fälle S. aureus nachweisen. Methicillin-resistenter S. aureus, kurz MRSA, machte 59 % aller Fälle aus. Untersuchung in US-Notaufnahmen
In späteren randomisierten Studien lag der MRSA-Anteil bei 45,3 % der entleerten unkomplizierten Abszesse und bei 49,4 % der kleineren Abszesse. Die Anteile gelten für die jeweils untersuchten Gruppen; sie lassen sich nicht pauschal auf jeden Hautabszess übertragen. Studie zu unkomplizierten Abszessen, Studie zu kleineren Abszessen
Wer besonders gefährdet ist
Furunkel kommen häufig vor, aber nicht in allen Bevölkerungsgruppen gleich häufig. In britischen Hausarztpraxen wurden wegen eines Furunkels oder Abszesses bei Frauen 512 Erstkonsultationen pro 100.000 Personenjahre erfasst, bei Männern 387. Am häufigsten suchten Menschen im Alter von 16 bis 34 Jahren deshalb eine Praxis auf. Die Einheit Personenjahre berücksichtigt sowohl die Zahl der beobachteten Menschen als auch die Dauer ihrer Beobachtung. Britische Kohortenstudie
In Beobachtungsstudien gingen mehrere Merkmale mit höheren Erkrankungs- oder Wiederholungsraten einher. Ein relatives Risiko vergleicht dabei das Risiko einer Gruppe mit dem einer Vergleichsgruppe; es gibt nicht an, wie viele Menschen insgesamt erkranken.
- Bei Adipositas, Diabetes und Rauchen betrug das relative Risiko für ein erneutes Auftreten jeweils 1,3. Studie
- Für Menschen unter 30 Jahren lag das relative Risiko bei 1,2. Studie
- Nach einer Antibiotikaeinnahme in den vorangegangenen sechs Monaten betrug es 1,4. Studie
- Bei Erwachsenen mit Adipositas war die Rate von Hautinfektionen, die einen medizinischen Kontakt erforderten, etwa 1,7-mal so hoch wie bei Normalgewichtigen (Hazard Ratio 1,76 bei Frauen und 1,74 bei Männern). Schwedische Kohortenstudie
- Bei Menschen mit Diabetes waren die Infektionsraten in allen 19 untersuchten Kategorien höher, auch bei bakterieller Zellulitis. Kohortenstudie zu Diabetes und Infektionen
Diese Zusammenhänge belegen für sich allein keine Ursache. Aus einem einzelnen Merkmal lässt sich auch nicht vorhersagen, ob jemand einen Furunkel entwickeln wird.
Wie sehen Furunkel und Abszesse aus, und wie fühlen sie sich an?
Ein Furunkel beginnt als roter, warmer Knoten, der bei Berührung schmerzt und über einige Tage wächst. Wenn sich Eiter ansammelt, wird die Mitte weicher und gibt unter Druck nach. Häufig bildet sich eine gelblich-weiße Eiterspitze. Kurz davor können Druckgefühl und Pochen besonders ausgeprägt sein. Leitlinie
Mehrere Öffnungen oder Gänge, aus denen Eiter austritt, sprechen eher für einen Karbunkel. Eine flächige Rötung, die sich ohne weiche Mitte weiter ausbreitet, deutet dagegen auf eine bakterielle Zellulitis hin. Dabei nehmen Rötung, Wärme, Druckempfindlichkeit und Schwellung zu. Karbunkel, Zellulitis
Wie sich ein Furunkel im Laufe der Tage entwickelt
Ein Furunkel kann aus einer oberflächlichen Follikulitis entstehen und sich gelegentlich zu einem Karbunkel weiterentwickeln. Wie schnell das geschieht, ist unterschiedlich. Die folgende Abfolge beschreibt einen möglichen Verlauf, keinen festen Zeitplan. Karbunkel und Entstehung
- An einem gereizten, rasierten oder durch Reibung beanspruchten Haarfollikel entsteht eine druckempfindliche rote Erhebung.
- Über mehrere Tage wird sie größer und fester; die Haut ringsum rötet sich.
- In der Mitte sammelt sich Eiter, und das Gewebe wird weicher. Manchmal bildet sich eine sichtbare Eiterspitze.
- Der Furunkel entleert sich von selbst oder wird ärztlich entleert.
- Die Höhle schließt sich, die Druckempfindlichkeit lässt nach, und zuletzt klingt die Rötung ab.
Wächst die Hautveränderung weiter, statt abzuklingen, sollte sie untersucht werden.
Sind Furunkel und Abszesse ansteckend?
Die auslösenden Bakterien können von Mensch zu Mensch gelangen, etwa in einem gemeinsamen Haushalt oder über gemeinsam benutzte Trainingsgeräte und Rasierer. Eine Übertragung führt jedoch nicht zwangsläufig zu einem Furunkel. In einer Studie zu Staphylokokken-Hautinfektionen ließ sich S. aureus bei 40 % der ursprünglich erkrankten Personen und bei 50 % ihrer Haushaltskontakte nachweisen. Eine solche Besiedlung bedeutet, dass der Erreger vorhanden ist, ohne unbedingt eine Infektion auszulösen. Studie zur Besiedlung in Haushalten
Der Erreger kann außer in der Nase auch im Rachen und in der Leistenregion vorkommen. Ein alleiniger Nasenabstrich hätte in dieser Studie 48 % der besiedelten Personen nicht erfasst. Studie
Auch Oberflächen können Bakterien weitergeben. MRSA kann auf Handtüchern, Rasierern und Möbeln über Stunden bis Wochen überleben und durch Schnitt- oder Schürfwunden in die Haut gelangen. CDC: MRSA vorbeugen
In einer Studie erhielten Betroffene nach der Entleerung eines Abszesses entweder ein Antibiotikum oder Placebo. In der protokollgerecht behandelten und nachuntersuchten Teilgruppe wurden 7 bis 14 Tage nach dem Ende des Behandlungskurses neue Infektionen bei Haushaltsmitgliedern in 1,7 % der Antibiotikagruppe und 4,1 % der Placebogruppe gemeldet. Das Ergebnis passt zur Übertragung innerhalb von Haushalten, rechtfertigt für sich allein aber keine Antibiotikaeinnahme. Randomisierte Studie
Einen kleinen Furunkel zu Hause versorgen
An einem Furunkel sollte weder gekratzt noch gedrückt werden: Das kann die Infektion ins umliegende Gewebe verbreiten. MRSA-Infektionen können auch die Blutbahn betreffen; das ist eine mögliche schwere Komplikation und nicht das zwangsläufige Ergebnis des Ausdrückens. CDC: Grundlagen zu MRSA, Hautärztliche Hinweise
Bei einem kleinen Furunkel können Wärme und Sauberkeit die Bildung einer Eiterspitze und die selbstständige Entleerung unterstützen. Die Möglichkeiten der Selbstversorgung sind jedoch begrenzt: Ein großer oder tiefer Furunkel, eine Stelle im Gesicht oder eine Hautveränderung, die nicht besser wird, gehört in ärztliche Behandlung.
Warme Umschläge: Schritt für Schritt
Die American Academy of Dermatology empfiehlt die folgenden Zeiten für warme Umschläge. Das Tuch sollte angenehm warm sein und die Haut nicht verbrennen.
- Vor dem Berühren der Stelle die Hände gründlich waschen.
- Drei- oder viermal täglich ein sauberes, warmes, feuchtes Tuch für etwa 10 bis 15 Minuten auf den Knoten legen. AAD: Warme Umschläge
- Zwischen den Umschlägen die Stelle mit einem sauberen, trockenen Verband abdecken. CDC
- Wenn Eiter austritt, den Verband wechseln und anschließend sofort wieder die Hände waschen.
- Das verwendete Tuch sowie Handtücher und Bettwäsche waschen, die Kontakt mit der Stelle hatten. Handtücher, Waschlappen und Rasierer nicht gemeinsam benutzen. CDC: Vorbeugung
Was vermieden werden sollte
Den Furunkel nicht ausdrücken, aufstechen, aufschneiden oder selbst entleeren. Eine eiternde Stelle sollte abgedeckt bleiben. Vor und nach jeder Berührung die Hände waschen und Textilien reinigen, die mit der Stelle in Kontakt gekommen sind.
Handtücher, Waschlappen und Rasierer nicht teilen. Mit einer offenen Stelle keine gemeinschaftlich genutzte Badewanne und keinen Whirlpool benutzen.
Wann ein Furunkel oder Abszess ärztlich behandelt werden muss
Bei einem Karbunkel, einem ausgebildeten Abszess oder einem großen Furunkel ist die Entleerung der entscheidende Behandlungsschritt. Tabletten können sie nicht ersetzen. Ob und wann die Stelle geöffnet werden muss, lässt sich bei einer ärztlichen Untersuchung beurteilen. Leitlinie
Die Tabelle bietet eine Orientierung und ist keine validierte Entscheidungsregel. Größe und Lage allein entscheiden nicht über die Behandlung.
| Situation | Versorgung zu Hause vertretbar | Ärztlich untersuchen lassen |
|---|---|---|
| Größe | Klein, etwa erbsengroß, mit sich bildender Eiterspitze | Mehrere Zentimeter groß oder weiter wachsend; keine starre Größengrenze. Ein ausgebildeter Abszess muss auf die Notwendigkeit einer Entleerung untersucht werden |
| Körperstelle | Ein kleiner, sich bessernder Furunkel an Arm, Bein oder Rumpf ohne weitere Warnzeichen | Im Gesicht frühzeitig abklären. Nahe der Wirbelsäule oder in der Leistenregion ist bei tiefem Schmerz, Ausbreitung oder unklarer Ursache ebenfalls eine Untersuchung nötig |
| Fieber oder Krankheitsgefühl | Keine Beschwerden, die den ganzen Körper betreffen | Jedes Fieber im Zusammenhang mit der Hautveränderung |
| Dauer | Von Tag zu Tag besser | Keine Besserung innerhalb von 48 Stunden oder nach zwei Wochen noch vorhanden |
| Wiederholtes Auftreten innerhalb eines Jahres | Einzelne Hautveränderung | Wiederholte Episoden; bei 10 % der untersuchten Betroffenen trat innerhalb von 12 Monaten erneut ein Furunkel oder Abszess auf |
| Diabetes oder geschwächte Immunabwehr | Keine pauschale Empfehlung zur alleinigen Selbstversorgung | Immer ärztlich abklären lassen, da eine stark eingeschränkte Immunabwehr die Beurteilung verändert |
Quellen: Leitlinie, CDC: MRSA, Studie zu erneutem Auftreten, NHS: Furunkel und Warnzeichen.
Eröffnung und Entleerung
Nach einer örtlichen Betäubung öffnet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt die Stelle und lässt den Eiter abfließen. Mit einer Kürette oder chirurgischen Klemme werden innere Abtrennungen in der Eiterhöhle gelöst. Häufig geht eine Eiterprobe ins Labor, damit dort der Erreger bestimmt werden kann. Karbunkel
Früher wurde die Höhle anschließend häufig routinemäßig mit Verbandmaterial ausgefüllt. Diese sogenannte Tamponade wird zunehmend hinterfragt. In einer kleinen randomisierten Studie mit einfachen Hautabszessen unter 5 cm verringerte eine Tamponade die Notwendigkeit eines weiteren Eingriffs nach 48 Stunden nicht statistisch signifikant, verursachte aber höhere Schmerzenswerte. Studie zur Tamponade
Das genaue Vorgehen hängt von der behandelnden Person und der Versorgungssituation ab. Die Abszessentleerung ist ein etablierter Eingriff in der Notfallmedizin und gehört in fachkundige Hände. Abszessbehandlung in der Notaufnahme
Wann Antibiotika eingesetzt werden
Ob nach der Entleerung zusätzlich ein Antibiotikum sinnvoll ist, hängt vom erwarteten Nutzen und den möglichen Nachteilen ab. Bei der ärztlichen Entscheidung zählen vor allem Zeichen einer Infektion, die den ganzen Körper betrifft, eine stark eingeschränkte Immunabwehr, mehrere Abszesse, ein sehr junges oder hohes Lebensalter und eine unzureichende Besserung nach alleiniger Entleerung. Leitlinie
In einer Studie zu unkomplizierten Abszessen lag die Heilungsrate nach der Entleerung mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol bei 80,5 %, mit Placebo bei 73,6 %. Die Auswertung erfolgte in der modifizierten Intention-to-treat-Gruppe 7 bis 14 Tage nach dem siebentägigen Behandlungskurs. Randomisierte Studie
Eine weitere Studie untersuchte Abszesse von höchstens 5 cm. Bei der Nachkontrolle 7 bis 10 Tage nach dem Ende einer zehntägigen Behandlung waren 83,1 % mit Clindamycin und 81,7 % mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol geheilt, gegenüber 68,9 % mit Placebo. In der Clindamycin-Gruppe traten mehr unerwünschte Ereignisse auf. Studie zu kleineren Abszessen
In diesen Studien heilten die meisten entleerten Abszesse auch ohne Antibiotika. Ein zusätzliches Antibiotikum erhöhte die Heilungschance in begrenztem Umfang und konnte das Risiko weiterer Infektionen beziehungsweise einer Weiterverbreitung senken. Diesem Nutzen stehen mögliche Nebenwirkungen gegenüber.
Warnzeichen: Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Bei folgenden Beschwerden oder Umständen sollte die weitere Behandlung ärztlich beurteilt werden:
- Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Krankheitsgefühl. Dann ist ärztlicher Kontakt nötig. CDC
- Eine Rötung, die sich vom Knoten aus immer weiter ausbreitet. Sie kann auf eine bakterielle Zellulitis hinweisen; die Infektion ist dann nicht auf eine Eiterhöhle begrenzt. Übersichtsarbeit
- Ein Furunkel im Gesicht. Auch eine Stelle nahe der Wirbelsäule oder in der Leistenregion sollte untersucht werden, wenn tiefer Schmerz, Ausbreitung oder eine unklare Ursache vorliegen. NHS
- Ein größerer oder weiter wachsender Knoten, insbesondere bei einer Größe von mehreren Zentimetern; dies ist keine feste diagnostische Grenze.
- Keine Besserung innerhalb von etwa 48 Stunden oder eine Hautveränderung, die nach zwei Wochen noch besteht.
- Diabetes, eine medikamentös unterdrückte Immunabwehr oder eine andere Erkrankung mit stark eingeschränkten Abwehrkräften. Leitlinie
- Starke Schmerzen, die im Verhältnis zur Größe der Hautveränderung ungewöhnlich ausgeprägt wirken.
Bei Fieber, Ausbreitung, einem Furunkel im Gesicht oder geschwächter Immunabwehr sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden. Ungewöhnlich starke Schmerzen oder eine rasche Verschlechterung erfordern eine sofortige Beurteilung. Eine langsam heilende Stelle ohne solche Warnzeichen braucht ebenfalls eine Untersuchung, ist aber nicht automatisch ein Notfall.
Wie die Ursache ärztlich festgestellt wird
Meist lassen sich Furunkel und Abszesse durch Anschauen und Abtasten erkennen. Die Unterscheidung von einer bakteriellen Zellulitis gelingt bei der körperlichen Untersuchung allerdings nicht immer zuverlässig. Dann kann Ultraschall direkt am Untersuchungsort helfen. Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
Eine Auswertung von 14 Studien mit 2.656 Patientinnen und Patienten untersuchte diesen sogenannten Point-of-Care-Ultraschall. Für Abszesse betrug die Sensitivität 94,6 %: So zuverlässig erkannte die Untersuchung einen vorhandenen Abszess. Die Spezifität lag bei 85,4 % und beschreibt, wie zuverlässig Menschen ohne Abszess als solche eingeordnet wurden. In 10,3 % der Fälle führte der Ultraschallbefund zu einer als richtig bewerteten Änderung der Behandlung; bei 0,7 % wurde sie als falsch bewertet. Bei manchen Menschen ließ sich dadurch ein unnötiger Schnitt vermeiden; bei anderen zeigte sich eine Eiteransammlung, obwohl die Haut zunächst nur entzündet wirkte. Metaanalyse
Wird die Stelle geöffnet, geht häufig eine Eiterprobe ins Labor. Dort wird eine Kultur angelegt, um den Erreger zu bestimmen. So lässt sich feststellen, ob MRSA beteiligt ist und welches Antibiotikum infrage kommt, falls eines benötigt wird. Karbunkel
Warum Furunkel immer wiederkommen
Ein Furunkel oder Abszess kann erneut auftreten. In einer britischen Studie hatten 10 % der hausärztlich behandelten Betroffenen innerhalb von 12 Monaten eine weitere Episode. Britische Kohortenstudie
US-amerikanische Daten aus der ambulanten Versorgung zeigen bei durch Kultur bestätigten Staphylokokken-Hautinfektionen Wiederholungsraten von 16,4 % bis 19,0 % innerhalb eines Jahres. Bei Menschen ohne wesentliche Begleiterkrankungen blieb es nach einem Rückfall meist bei einer weiteren Episode. Etwa die Hälfte dieser zweiten Episoden trat innerhalb der ersten drei Monate auf. Retrospektive Datenbankstudie
Ein häufiger Hintergrund ist die dauerhafte Besiedlung mit S. aureus. Manche Menschen tragen den Erreger auf der Haut und in der Nase. Wer ihn in der Nase trägt, hat ein erhöhtes Risiko für eine spätere S.-aureus-Infektion. Übersicht zur nasalen Besiedlung
Bei wiederholten Infektionen wird deshalb gelegentlich eine Dekolonisation erwogen: eine Behandlung, die die Besiedlung beseitigen soll. In einem deutschen Dorf mit wiederkehrenden Furunkulosefällen endete ein Ausbruch nach einem konsequenten Dekolonisationsprogramm mit antibiotischer Nasensalbe und antiseptischen Waschungen. In derselben Untersuchung war der Kontakt zu einer erkrankten Person mit einem mehr als sechsfach erhöhten Risiko verbunden (relatives Risiko 6,8; 95-%-Konfidenzintervall 3,2 bis 14,3). Der Befund spricht dafür, bei wiederholten Infektionen auch Kontakte im Haushalt zu berücksichtigen. Untersuchung des Ausbruchs
Hinweise auf einen Nutzen der Dekolonisation stammen aus bestimmten Patientengruppen und Ausbruchssituationen; ein Nutzen für jeden Menschen mit einem einzelnen Furunkel lässt sich daraus nicht ableiten. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, sollte ärztlich besprochen werden. Ein solches Programm sollte nicht in Eigenregie begonnen werden. Übersicht
Welche zugrunde liegenden Erkrankungen abgeklärt werden sollten
Bei wiederkehrenden Furunkeln kann es sinnvoll sein, nach einer zugrunde liegenden Erkrankung zu suchen. Besonders wichtig ist die Abgrenzung zur Hidradenitis suppurativa, auch Akne inversa genannt. Typisch sind Knoten, Abszesse, tunnelartige Gänge und Narben in den Achselhöhlen, unter den Brüsten, in der Leistenregion oder am Damm. Zur zeitlichen Einordnung werden zwei oder mehr Schübe innerhalb von sechs Monaten oder Hautveränderungen genannt, die mindestens drei Monate bestehen. Übersicht zu Diagnose und Behandlung
Eine Metaanalyse von 16 Studien schätzte nach einer Korrektur für Publikationsverzerrung eine Häufigkeit von 0,40 % (95-%-Konfidenzintervall 0,26 bis 0,63 %). Die Studien stammten aus Westeuropa, Skandinavien, den USA und Australien; die Ergebnisse unterschieden sich deutlich nach Population und Untersuchungsmethode. Die Erkrankung bleibt oft über Jahre unerkannt. Übersicht zur Diagnose, Metaanalyse zur Häufigkeit
Auch Blutzucker und Körpergewicht können bei der Abklärung eine Rolle spielen: Sowohl Diabetes als auch Adipositas sind mit höheren Raten von Hautinfektionen verbunden. Diabetes und Infektionsrisiko, Adipositas und Infektionsrisiko
Stoffwechselveränderungen fallen nicht immer durch eindeutige Beschwerden auf. Für Erwachsene in den USA wird der Anteil nicht erkannter Diabetesfälle an allen Diabetesfällen mit 9,5 % bis 17,8 % angegeben. Diese Zahlen beziehen sich auf Diabetes in der US-Bevölkerung, nicht speziell auf Menschen mit wiederkehrenden Furunkeln. Studie zu unerkanntem Diabetes
Wie sich das Risiko eines weiteren Furunkels senken lässt
Hygienemaßnahmen helfen dabei, Bakterien von verletzter Haut fernzuhalten und ihre Weitergabe zu begrenzen:
- Regelmäßig die Hände waschen und nach dem Sport duschen oder baden.
- Schnitt- und Schürfwunden sauber halten und abdecken, bis sie geschlossen sind. CDC: MRSA vorbeugen
- Handtücher, Waschlappen, Rasierer und Uniformen beziehungsweise Mannschaftskleidung nicht gemeinsam benutzen.
- Zwischen nackter Haut und gemeinsam genutzten Geräten oder Oberflächen ein Handtuch oder Kleidung legen.
- Alles waschen, was mit einer eiternden Hautveränderung in Kontakt kommt.
Solche Infektionen treten besonders häufig an Stellen auf, an denen Haare, Kleidung oder Ausrüstung reiben. Hals, Oberschenkel, Achselhöhlen und Gesäß sind deshalb häufig betroffen.
Für die längerfristige Abklärung können auch Körpergewicht, Blutzucker und Rauchen relevant sein. In der britischen Kohortenstudie waren Adipositas, Diabetes und Rauchen jeweils mit einem relativen Risiko von 1,3 für einen erneuten Furunkel verbunden. Das sind beobachtete Zusammenhänge. Sie belegen weder eine persönliche Verantwortung für die Infektion noch, wie stark eine Veränderung dieser Faktoren das Rückfallrisiko senken würde. Britische Kohortenstudie
Wie lange Furunkel und Abszesse zum Abheilen brauchen
Nach Angaben der American Academy of Dermatology heilen die meisten Furunkel innerhalb von einer bis drei Wochen von selbst ab; Wärme kann die Entleerung unterstützen. Nach der ärztlichen Entleerung eines Abszesses setzt die Besserung gewöhnlich innerhalb weniger Tage ein. Der Verlauf kann jedoch abweichen. Diese Zeitspannen sind keine garantierten Heilungsfristen. AAD: Verlauf und Versorgung
In einer Studie zu Abszessen von höchstens 5 cm waren bei der Nachkontrolle 7 bis 10 Tage nach dem zehntägigen Behandlungskurs die meisten Teilnehmenden geheilt. Das galt auch für 68,9 % derjenigen, die nach der Entleerung nur Placebo erhalten hatten. Daraus lässt sich keine feste Heilungsdauer für einen einzelnen Abszess ableiten. Studie zu kleineren Abszessen
Bessert sich eine Hautveränderung innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der Versorgung nicht oder besteht sie nach zwei Wochen noch, sollte sie ärztlich untersucht werden. CDC: MRSA, NHS: Zwei-Wochen-Grenze
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Furunkel und einem Abszess?
Ein Hautabszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung in der Haut. Ein Furunkel ist eine bestimmte Form davon: Er beginnt mit der Infektion eines einzelnen Haarfollikels, und die Eiteransammlung reicht durch die Lederhaut bis in das darunterliegende Fettgewebe. Beide können als druckempfindliche, rote Knoten mit nachgiebiger Mitte auftreten. Abszesse können größer und tiefer sein und auch außerhalb der Haut entstehen. Jeder Furunkel ist ein Abszess, aber nicht jeder Abszess beginnt an einem Haarfollikel. Leitlinie
Was verursacht Furunkel und Abszesse?
Bakterien dringen durch eine verletzte Hautbarriere ein. Das Immunsystem versucht, sie in einer Eiterhöhle abzukapseln. Häufig beteiligt ist Staphylococcus aureus, der als weltweit häufigster Erreger von Hautinfektionen beschrieben wird. In einer Untersuchung bei Erwachsenen mit eitrigen Hautinfektionen in US-Notaufnahmen ließ sich S. aureus in 76 % der Fälle nachweisen; MRSA machte 59 % aller Fälle aus. Diese Anteile beschreiben die untersuchte Gruppe. Übersichtsarbeit zu S. aureus, Untersuchung in US-Notaufnahmen
Sind Furunkel ansteckend?
Die Bakterien, die einen Furunkel auslösen, können weitergegeben werden, etwa innerhalb eines Haushalts oder über gemeinsam genutzte Geräte. Nicht jede Übertragung führt zu einer Infektion. In einer Studie ließ sich S. aureus bei 40 % der ursprünglich erkrankten Personen und 50 % ihrer Haushaltskontakte nachweisen. Eine solche Besiedlung ist nicht mit einer Erkrankung gleichzusetzen. MRSA kann auf Handtüchern, Rasierern und Möbeln über Stunden bis Wochen überleben und durch Schnitt- oder Schürfwunden in die Haut gelangen. Studie zu Haushaltskontakten, CDC: Vorbeugung
Sollte man einen Furunkel aufstechen oder ausdrücken?
Nein. Kratzen oder Drücken kann Bakterien in umliegendes Gewebe verteilen. Bei einem kleinen Furunkel können warme Umschläge die selbstständige Entleerung unterstützen. Zwischen den Anwendungen sollte die Stelle mit einem sauberen, trockenen Verband abgedeckt sein. Größere oder tiefere Hautveränderungen gehören in ärztliche Behandlung. Bei Karbunkeln, Abszessen und großen Furunkeln empfiehlt die Leitlinie eine ärztliche Eröffnung und Entleerung. CDC: MRSA, Leitlinie
Wie lange dauert es, bis ein Furunkel abheilt?
Nach Angaben der American Academy of Dermatology heilen die meisten Furunkel innerhalb von einer bis drei Wochen von selbst ab; Wärme kann die Entleerung unterstützen. Ein entleerter Abszess bessert sich gewöhnlich innerhalb weniger Tage. Das sind typische Verläufe, keine festen Fristen. AAD In einer Studie zu Abszessen von höchstens 5 cm waren bei der Nachkontrolle 68,9 % der Teilnehmenden geheilt, die nach der Entleerung Placebo erhalten hatten. Wenn innerhalb von 48 Stunden keine Besserung eintritt oder die Hautveränderung nach zwei Wochen noch besteht, sollte sie untersucht werden. Studie, CDC
Braucht man bei Furunkeln und Abszessen Antibiotika?
Die meisten entleerten Abszesse heilen auch ohne Antibiotika. Ein zusätzliches Antibiotikum kann die Heilungschance etwas erhöhen: In einer Studie zu unkomplizierten Abszessen lag sie nach der Entleerung mit Antibiotikum bei 80,5 %, mit Placebo bei 73,6 %. Ob der Nutzen mögliche Nachteile überwiegt, wird ärztlich beurteilt. Dabei zählen Zeichen einer Infektion, die den ganzen Körper betrifft, eine stark eingeschränkte Immunabwehr, mehrere Abszesse, ein sehr junges oder hohes Lebensalter und eine unzureichende Besserung nach alleiniger Entleerung. Studie, Leitlinie
Wann sollte ein Furunkel ärztlich untersucht werden?
Bei Fieber oder ausbleibender Besserung innerhalb von 48 Stunden ist eine ärztliche Untersuchung nötig. Ein Furunkel im Gesicht und ein größer werdender Knoten sollten ebenfalls untersucht werden. Bei einer Stelle nahe der Wirbelsäule oder in der Leistenregion zählen tiefer Schmerz, Ausbreitung und unklare Ursache, nicht allein der Ort. Eine sich ausbreitende flächige Rötung ohne weiche Mitte kann auf eine bakterielle Zellulitis hinweisen. Bei Diabetes oder stark eingeschränkter Immunabwehr sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden. CDC, Übersichtsarbeit zur Zellulitis, Leitlinie
Warum kommen Furunkel immer wieder?
Ein häufiger Hintergrund ist die Besiedlung mit S. aureus. Wer den Erreger in der Nase trägt, hat ein erhöhtes Risiko für eine spätere Infektion. In einer britischen Studie hatten 10 % der hausärztlich behandelten Betroffenen innerhalb von 12 Monaten erneut einen Furunkel oder Abszess. US-Daten aus der ambulanten Versorgung zeigten bei durch Kultur bestätigten Staphylokokken-Hautinfektionen Wiederholungsraten von 16,4 % bis 19,0 % innerhalb eines Jahres. Wiederkehrende Hautveränderungen in den Achselhöhlen oder der Leistenregion können auch auf Hidradenitis suppurativa hinweisen und sollten ärztlich angesprochen werden. Britische Kohortenstudie, US-Datenbankstudie, Nasale Besiedlung, Hidradenitis suppurativa
Quellen
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