Zum Inhalt springen
EN

CGRP-Antagonisten: Wie sie bei Migräne wirken und worin sie sich unterscheiden

Klinische Prüfung ausstehend

Was können CGRP-Antagonisten bei Migräne leisten? Diese Medikamente blockieren einen Botenstoff namens Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) oder dessen Rezeptor, also die Bindungsstelle, über die er Signale auslöst. Monoklonale Antikörper werden zur Vorbeugung eingesetzt. Die kleinere Wirkstoffklasse der Gepante umfasst Medikamente zur Akutbehandlung und zur Vorbeugung. Studien zeigen, dass die Behandlungen Migränetage verringern beziehungsweise akute Beschwerden lindern können. Nicht alle Betroffenen sprechen darauf an.

CGRP-Antagonisten können Migräneattacken vorbeugen oder akute Beschwerden lindern. Sie blockieren den Botenstoff Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) oder seinen Rezeptor, also die Bindungsstelle, über die er Signale auslöst. Zur Vorbeugung kommen monoklonale Antikörper zum Einsatz. Die Wirkstoffklasse der Gepante umfasst Medikamente sowohl zur Akutbehandlung als auch zur Vorbeugung. Studien zeigen, dass diese Behandlungen die Zahl der Migränetage verringern beziehungsweise akute Beschwerden lindern können. Sie wirken jedoch nicht bei allen Betroffenen.

Die beiden Klassen unterscheiden sich vor allem darin, wie sie angewendet werden, wie lange sie wirken und welche Wechselwirkungen möglich sind. Die Zulassungsangaben beziehen sich auf die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA und den Stand April 2026. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen.

Wie Medikamente gegen CGRP entwickelt wurden

Die Entwicklung begann mit der Grundlagenforschung zu den biologischen Vorgängen bei Migräne. Forschende beobachteten, dass der CGRP-Spiegel während einer Migräneattacke steigt und nach erfolgreicher Behandlung auf den Ausgangswert zurückkehrt. Außerdem kann eine CGRP-Infusion bei Menschen mit Migräne migräneartige Attacken auslösen. Daraus entstand die Idee, diesen Signalweg gezielt zu blockieren. Bis daraus zugelassene Arzneimittel wurden, vergingen mehr als drei Jahrzehnte. Tepper beschrieb diesen Weg 2018 in einem historischen Überblick in Headache: von der Entdeckung von CGRP und der Untersuchung seines Rezeptors bis zur Entwicklung monoklonaler Antikörper und der chemischen Entwicklung der Gepante. Tepper, 2018

Die ersten Wirkstoffe zur therapeutischen CGRP-Blockade waren Gepante, kleine Moleküle, die den Rezeptor hemmen. Anfang der 2000er-Jahre wurden zunächst Olcegepant und danach Telcagepant entwickelt. Telcagepant zeigte in Studien zur akuten Migränebehandlung eine deutliche Wirksamkeit. In länger dauernden Untersuchungen gab es jedoch Hinweise auf Leberschädigungen; die Entwicklung wurde deshalb eingestellt. Dadurch wuchs das Interesse an monoklonalen Antikörpern. Diese gelangen wegen ihrer Größe kaum durch die Blut-Hirn-Schranke und wirken überwiegend außerhalb des zentralen Nervensystems. Auch werden sie nicht über den Leberstoffwechsel abgebaut, der bei Telcagepant Sicherheitsbedenken ausgelöst hatte. Parallel dazu veränderten Forschende die chemische Struktur der Gepante. So entstanden die inzwischen zugelassenen Wirkstoffe der zweiten Generation. In den untersuchten Daten zeigte sich bei ihnen das damalige Signal für Leberschädigungen nicht. González-Hernández et al., 2020, Woodhead et al., 2022

Monoklonale Antikörper gegen CGRP zur Vorbeugung

Wirkmechanismus und Anwendung

Monoklonale Antikörper gegen CGRP sind gezielt entwickelte Eiweißmoleküle. Sie gehören zu den humanisierten oder vollständig humanen Immunglobulin-G-Antikörpern, kurz IgG. Fremanezumab, Galcanezumab und Eptinezumab binden an das CGRP-Peptid, also den Botenstoff selbst. Erenumab bindet an dessen Rezeptor. Dieser setzt sich aus den Komponenten CLR und RAMP1 zusammen. Ein solcher Verbund aus zwei unterschiedlichen Bestandteilen heißt Heterodimer. Erenumab richtet sich gegen den Rezeptor im Bereich der CLR-Komponente.

Antikörper gegen den Botenstoff werden auch als ligandengerichtete Antikörper bezeichnet. Sie fangen freies CGRP in Blutplasma und Gewebe ab, bevor es den Rezeptor erreicht. Rezeptorgerichtete Antikörper besetzen dagegen die Bindungsstelle am Rezeptor und blockieren dort die Signalübertragung. Wie viel CGRP vor Ort vorhanden ist, hat für diese Rezeptorblockade eine andere Bedeutung als für das Abfangen des freien Botenstoffs. Die unterschiedlichen Mechanismen könnten zu klinischen Unterschieden führen. Ob ein Ansatz überlegen ist, lässt sich aus dem Wirkmechanismus allein aber nicht ableiten.

Die Antikörper werden je nach Wirkstoff monatlich oder alle drei Monate unter die Haut gespritzt; dies ist auch als Selbstinjektion zu Hause möglich. Eptinezumab wird alle drei Monate in einer medizinischen Einrichtung als intravenöse Infusion, also über eine Vene, verabreicht. Die Halbwertszeiten der Antikörper liegen bei 20 bis 50 Tagen. Das ist die Zeit, in der die Wirkstoffmenge im Körper auf die Hälfte sinkt. So bleibt der CGRP-Signalweg auch zwischen den Anwendungen längerfristig blockiert.

Wie wirksam sind die Antikörper?

Mehrere unabhängige Studien und Metaanalysen belegen die Wirksamkeit monoklonaler Antikörper gegen CGRP. In der Leitlinie der European Headache Federation von 2022 bewerteten Sacco und Kollegen die Evidenz für jeden zugelassenen Antikörper mit der GRADE-Methode. Dieses systematische Verfahren dient dazu, die Verlässlichkeit wissenschaftlicher Ergebnisse einzuschätzen. Die in The Journal of Headache and Pain veröffentlichte Leitlinie beschreibt bei episodischer und chronischer Migräne statistisch signifikante Rückgänge der monatlichen Migränetage gegenüber Placebo.

Barbanti und Kollegen begleiteten 2022 in einer prospektiven, also vorausschauend angelegten Studie an mehreren Zentren 864 Menschen mit Migräne. Sie erfassten, wie viele Teilnehmende eine Verringerung der Migränetage um mindestens 50 %, 75 % und 100 % erreichten. Bei etwa 40 bis 60 % gingen die Migränetage um mindestens 50 % zurück. Auch neuere Übersichtsarbeiten berichten über die Wirksamkeit zugelassener monoklonaler Antikörper bei episodischer Migräne. Sacco et al., 2022, Barbanti et al., 2022

Beobachtungsstudien aus der Versorgung von Menschen mit chronischer Migräne berichten außerdem über einen klinischen Nutzen bei Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch. Bei dieser Form kann die zu häufige Anwendung von Akutmedikamenten dazu beitragen, dass aus episodischen Beschwerden ein chronisches, nahezu tägliches Kopfschmerzmuster wird. Die Ergebnisse stammen aus Beobachtungen nach der Markteinführung und nicht aus den maßgeblichen Phase-3-Studien für die FDA-Zulassung. Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch ist keine eigenständige FDA-zugelassene Indikation für einen monoklonalen Antikörper gegen CGRP. Die Leitlinie der European Headache Federation von Sacco und Kollegen aus dem Jahr 2022 ordnet auch diese Daten ein.

Stellenwert in Leitlinien

Die 2022 in The Journal of Headache and Pain aktualisierte Leitlinie der European Headache Federation führt monoklonale Antikörper gegen CGRP als eine Option der ersten Wahl zur Vorbeugung bei episodischer und chronischer Migräne auf. Sie kommen auch infrage, wenn herkömmliche vorbeugende Behandlungen nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Für zur Vorbeugung zugelassene Gepante wird eine ähnliche Einordnung in neueren Leitlinienaktualisierungen beschrieben; eine konkrete zusätzliche Leitlinienquelle fehlt dafür.

Bereits die Leitlinie von Sacco und Kollegen aus dem Jahr 2019 erläuterte die wissenschaftliche Grundlage und Kriterien für die Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten. Üblicherweise wird empfohlen, das Ansprechen nach einer Behandlungsdauer von 12 Wochen zu beurteilen. Sacco et al., 2019, Sacco et al., 2022

Die Einordnung als Option der ersten Wahl bedeutet, dass andere Behandlungen nicht grundsätzlich zuvor gescheitert sein müssen. Davon zu unterscheiden sind Vorgaben, die eine Anwendung erst nach erfolglosen anderen Therapien vorsehen. Welche Voraussetzungen im Einzelfall gelten, lässt sich aus der Leitlinieneinordnung allein nicht ableiten.

Nebenwirkungen der Antikörper

In klinischen Studien wurden monoklonale Antikörper gegen CGRP im Allgemeinen gut vertragen. In den meisten Studien ähnelte das Gesamtprofil unerwünschter Ereignisse dem unter Placebo. Als häufige Nebenwirkungen werden Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung, Schmerzen und Verhärtung sowie Verstopfung und Müdigkeit beschrieben. Bei Erenumab berichten manche Betroffene, dass sich ein bestehender Bluthochdruck verschlechtert.

CGRP ist an der Erweiterung von Blutgefäßen und an der Regulation des Herz-Kreislauf-Systems beteiligt. Auch nach der Markteinführung wird deshalb auf mögliche Hinweise auf Herz-Kreislauf-Risiken geachtet, besonders bei Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen. Zur Sicherheit in der Schwangerschaft gibt es nur begrenzte Daten. Während Schwangerschaft und Stillzeit werden die Wirkstoffe im Allgemeinen nicht empfohlen.

Gepante: überwiegend oral angewendete CGRP-Rezeptorantagonisten

Wirkmechanismus und Anwendung

Gepante sind kleine Moleküle, die den CGRP-Rezeptor blockieren und über den Mund aufgenommen werden können. Ihre Bindung an den CLR/RAMP1-Rezeptor ist reversibel, lässt sich also wieder lösen. Sie konkurrieren mit CGRP um die Bindungsstelle und lösen sich innerhalb von Stunden wieder vom Rezeptor. Damit hält ihre Rezeptorblockade deutlich kürzer an als die über Wochen anhaltende Wirkung monoklonaler Antikörper.

Diese vorübergehende Blockade eignet sich für die Akutbehandlung: Die Wirkung kann rasch einsetzen und innerhalb von Stunden wieder abklingen. Manche Gepante werden bei regelmäßiger Einnahme auch zur Vorbeugung verwendet. Für viele Betroffene ist die Einnahme über den Mund praktischer als eine Injektion. Moreno-Ajona, Pérez-Rodríguez und Goadsby beschrieben die Wirkstoffklasse und die Unterschiede zum Wirkmechanismus monoklonaler Antikörper 2020 in Current Opinion in Neurology. Moreno-Ajona et al., 2020

Unter normalen physiologischen Bedingungen gelangen Gepante nicht in nennenswerten Mengen durch die Blut-Hirn-Schranke. Sie wirken daher hauptsächlich außerhalb des zentralen Nervensystems. Das passt zu der Annahme, dass eine solche periphere CGRP-Blockade bei vielen Menschen zur Linderung von Migräne ausreichen kann. Edvinsson fasste 2008 in British Journal of Pharmacology die Erkenntnisse zu peripherem CGRP als therapeutischem Angriffspunkt zusammen. Auf diesem Ansatz beruht das Wirkprinzip beider Arzneimittelklassen. Edvinsson, 2008

Wie wirksam sind Gepante?

Rissardo und Caprara fassten 2022 in einer narrativen Übersicht in Brain Sciences die Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Rimegepant, Ubrogepant und Zavegepant bei akuten und vorbeugenden Anwendungen zusammen. In Phase-3-Studien zur akuten Migränebehandlung waren unter Gepanten nach 2 Stunden mehr Teilnehmende schmerzfrei als unter Placebo. Ohne die konkreten absoluten Anteile lässt sich die Größe dieses Vorteils hier nicht beziffern.

Rimegepant ist sowohl zur Akutbehandlung mit 75 mg bei Bedarf als auch zur Vorbeugung mit 75 mg jeden zweiten Tag zugelassen. Zum genannten Zulassungsstand wird es als einziges oral angewendetes Migränemedikament mit beiden Indikationen aufgeführt. Diese Dosierungen beschreiben die zugelassenen Anwendungen und sind keine individuelle Einnahmeempfehlung. Pellesi und Kollegen verglichen 2025 in einer Übersicht in Pain Management Ubrogepant, Rimegepant und Zavegepant. Eine solche Übersicht hat eine andere Aussagekraft als eine randomisierte Studie, in der die Wirkstoffe unmittelbar gegeneinander geprüft werden. Rissardo und Caprara, 2022, Pellesi et al., 2025

Nebenwirkungen der Gepante

Bei Gepanten der zweiten Generation zeigte sich in den besprochenen klinischen Studien nicht das Signal für Leberschädigungen, das zum Entwicklungsstopp von Telcagepant geführt hatte. Rissardo und Caprara berichteten 2022 bei ihrer Auswertung der Sicherheitsprofile zugelassener Gepante über keine bedeutsamen Erhöhungen der Leberenzyme. Dieser Befund gilt für die untersuchten Daten; Leberschäden unter anderen Bedingungen sind damit nicht ausgeschlossen.

Zu den häufigen Nebenwirkungen der Wirkstoffklasse gehören Übelkeit und Schwindel. Rimegepant und andere Gepante werden über das Enzym CYP3A4 abgebaut. Starke Hemmer oder Aktivatoren dieses Enzyms, auch Induktoren genannt, können den Abbau und damit die Wirkstoffkonzentration verändern. Bei gleichzeitiger Einnahme entsprechender Medikamente sollten mögliche Wechselwirkungen ärztlich besprochen werden. Wegen begrenzter Sicherheitsdaten werden Gepante während der Schwangerschaft im Allgemeinen nicht empfohlen.

Wie unterscheiden sich einzelne Gepante in ihrer Wirksamkeit?

Aktuelle Übersichtsarbeiten fassen vergleichende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der von der FDA zugelassenen CGRP-gerichteten Medikamente zur Migränevorbeugung zusammen. Kein einzelner Wirkstoff hat bei allen untersuchten Endpunkten, also den jeweils gemessenen Behandlungsergebnissen, eine eindeutige Überlegenheit gezeigt. Die Wirksamkeitsdaten zu Gepanten und monoklonalen Antikörpern stammen aus Phase-3-Studien und Untersuchungen nach der Markteinführung.

Randomisierte Studien, die einzelne Gepante direkt miteinander vergleichen, sind begrenzt. Die meisten Vergleiche beruhen auf Netzwerkmetaanalysen und Beobachtungsstudien. Netzwerkmetaanalysen verknüpfen Ergebnisse verschiedener Studien miteinander. Solche indirekten Vergleiche haben eine andere Aussagekraft als ein direkter randomisierter Vergleich.

Vergleich der beiden Wirkstoffklassen

Die Wahl zwischen monoklonalen Antikörpern gegen CGRP und Gepanten hängt unter anderem vom Behandlungsziel, der gewünschten Wirkdauer und der Art der Anwendung ab. Auch praktische Gesichtspunkte spielen eine Rolle. Die Klassen erfüllen unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Migränebehandlung und können sich unter bestimmten Bedingungen ergänzen.

  • Monoklonale Antikörper werden unter die Haut gespritzt oder intravenös infundiert. Gepante gibt es als oral einzunehmende Präparate oder als Nasenspray.
  • Eine Antikörperdosis blockiert den Signalweg über Wochen bis Monate. Gepante wirken über Stunden.
  • Monoklonale Antikörper sind zur Vorbeugung zugelassen. Die Gepant-Klasse umfasst Wirkstoffe zur Akutbehandlung und zur Vorbeugung; einzelne Wirkstoffe besitzen beide Indikationen.
  • Antikörper binden mit sehr hoher Affinität, also Bindungsstärke, an CGRP oder seinen Rezeptor. Gepante blockieren den Rezeptor vorübergehend und reversibel.
  • Einige Antikörper binden den CGRP-Botenstoff selbst. Erenumab und die Gepante richten sich gegen den Rezeptor.
  • Bei Gepanten sind Wechselwirkungen über CYP3A4 möglich. Monoklonale Antikörper werden nicht über diesen Leberstoffwechsel abgebaut und haben weniger Arzneimittelwechselwirkungen.

Die Leitlinie der European Headache Federation von Sacco und Kollegen aus dem Jahr 2022 in The Journal of Headache and Pain bewertet die Evidenz zu monoklonalen Antikörpern ausführlich. Für einen umfassenden Vergleich mit Gepanten sind zusätzliche Daten nötig, da die Antikörperleitlinie diese zweite Klasse nicht vollständig abdeckt.

Erfahrungen spezialisierter Kopfschmerzzentren mit CGRP-gerichteten Antikörpern haben die Wirksamkeitssignale aus Phase-3-Studien im Versorgungsalltag weitgehend bestätigt. Das Ansprechen unterscheidet sich allerdings zwischen verschiedenen Erscheinungsformen der Migräne. Forschende suchen deshalb nach Merkmalen, die vorhersagen könnten, wer auf eine Behandlung anspricht. Dazu zählen pharmakogenomische Faktoren: genetische Unterschiede, die die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen könnten. Ob sie künftig bei der Therapiewahl helfen, ist noch offen.

CGRP ohne Medikamente beeinflussen: Was ist bekannt?

Lässt sich die CGRP-Aktivität auch durch Veränderungen des Lebensstils senken? Dazu gibt es deutlich weniger belastbare Daten als zu den zugelassenen Arzneimitteln. Einzelne Zusammenhänge wurden untersucht, ein gezielter Einfluss auf CGRP ist aber bisher nur begrenzt belegt.

Mehrere nichtmedikamentöse Faktoren hängen mit der Migränehäufigkeit und teilweise auch mit der CGRP-Aktivität zusammen. In Beobachtungsgruppen war aerobes Ausdauertraining mit einer geringeren Migränehäufigkeit verbunden. Stress ist ein etablierter Migräneauslöser; Schlafstörungen können sowohl Auslöser als auch Folge von Migräne sein. Bei empfindlichen Personen kommen außerdem Alkohol, tyraminhaltige Lebensmittel und Koffein als Auslöser infrage. Ob diese Effekte über CGRP oder über andere physiologische Mechanismen vermittelt werden, wird noch untersucht.

Lebensstilmaßnahmen können eine notwendige medikamentöse Behandlung bei bestehender Migräne nicht ersetzen. Als Ergänzung lassen sie sich im Rahmen eines umfassenderen Behandlungsplans ärztlich besprechen. Wie viel ein möglicher Nutzen mit Veränderungen des CGRP-Signalwegs zu tun hat, ist bislang ungeklärt.

Welche Biomarker können sinnvoll sein?

Vor Beginn einer vorbeugenden CGRP-Therapie können ärztlich erhobene Ausgangswerte helfen, den allgemeinen Gesundheitszustand einzuschätzen, Gegenanzeigen abzuklären und spätere Veränderungen zu beurteilen. Die Messung von CGRP im Blutplasma ist allerdings kein klinischer Standardtest, um die Behandlung zu steuern. Für die Verordnung sind klinische Kriterien maßgeblich; ein gemessener CGRP-Spiegel entscheidet darüber nicht.

Laborwerte können je nach Beschwerden und Vorerkrankungen ergänzende Informationen liefern. Daraus ergibt sich keine Empfehlung, vor jeder CGRP-Therapie alle nachfolgend genannten Werte zu bestimmen. Ein spezifischer Beleg dafür, dass solche Laborprofile generell erforderlich oder aussagekräftiger als ein Kopfschmerztagebuch sind, fehlt.

  • Schilddrüsenwerte, insbesondere TSH, helfen dabei, die Schilddrüsenfunktion einzuschätzen. Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion können Kopfschmerzen verstärken oder Beschwerden verursachen, die einer Migräne ähneln. Schilddrüsenstörungen sind mögliche behandelbare zusätzliche Ursachen einer zunehmenden Kopfschmerzhäufigkeit. Bei entsprechendem Verdacht ist eine Abklärung sinnvoll, bevor sämtliche Beschwerden der Migräne zugeschrieben werden.
  • Entzündungsmarker wie hs-CRP können auf niedriggradige Entzündungen im Körper hinweisen. Diese könnten sich mit entzündlichen Vorgängen im Nervensystem überschneiden, die bei der Chronifizierung, also dem Übergang zu einer chronischen Migräne, eine Rolle spielen. Ein Ausgangswert kann bei der Beobachtung des Verlaufs helfen und auf begleitende entzündliche Erkrankungen hinweisen, die zur Beschwerdelast beitragen. Für sich allein belegt er keinen migränespezifischen Entzündungsmechanismus.
  • Ein Blutbild, im Englischen „complete blood count“ oder CBC, erfasst unter anderem rote Blutkörperchen, Hämoglobin, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Eine Anämie, also Blutarmut, kann zu Kopfschmerzen beitragen. Ein Blutbild vor der Behandlung kann einen Vergleichswert liefern und Hinweise auf Ursachen im blutbildenden System geben. Sämtliche Ursachen aus diesem Bereich lassen sich damit jedoch nicht ausschließen.
  • Ein umfassendes Stoffwechselprofil, im US-Kontext „comprehensive metabolic panel“, umfasst unter anderem Werte zur Nierenfunktion, Elektrolyte und Glukose. Die Nierenfunktion kann bei der Wahl und Anwendung eines neuen vorbeugenden Medikaments relevant sein. Elektrolytstörungen können selbst Kopfschmerzen auslösen, insbesondere eine Hyponatriämie, also ein zu niedriger Natriumspiegel. Ob eine Untersuchung nötig ist, hängt vom Arzneimittel und von der klinischen Situation ab.
  • Leberwerte können Hinweise auf eine Schädigung von Leberzellen geben. Dabei ist auch die Vorgeschichte der Gepante der ersten Generation relevant. Vor einer Gepant-Therapie kann es sinnvoll sein, die Leberenzyme zu bestimmen, insbesondere bei bestehenden Lebererkrankungen oder wenn gleichzeitig andere über die Leber verstoffwechselte Medikamente eingenommen werden. Bei Gepanten der zweiten Generation zeigte sich in den genannten Studiendaten keine entsprechende Hepatotoxizität, also leberschädigende Wirkung. Das schließt ein Leberrisiko nicht grundsätzlich aus. Ebenso wenig folgt daraus, dass vor jedem über die Leber abgebauten Medikament eine Ausgangsmessung erforderlich ist.

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und individuellen Merkmalen. Ergebnisse müssen deshalb im jeweiligen klinischen Zusammenhang ärztlich eingeordnet werden.

Die Behandlungsmöglichkeiten einordnen

CGRP-gerichtete Therapien bilden die erste vorbeugende Arzneimittelklasse, die gezielt aus Erkenntnissen zur Biologie der Migräne entwickelt wurde. Zuvor wurden zur Vorbeugung vor allem Medikamente eingesetzt, die ursprünglich für andere Erkrankungen entwickelt worden waren. Für beide CGRP-gerichteten Klassen liegen umfangreiche Wirksamkeitsdaten vor; klinische Leitlinien stützen ihren Stellenwert. Keine Behandlung wirkt jedoch bei allen Menschen. Welche Akutbehandlung oder Vorbeugung geeignet ist und welcher Antikörper oder welches Gepant infrage kommt, erfordert eine individuelle klinische Beurteilung.

Schilddrüsenfunktion, Entzündungsmarker und Stoffwechselwerte können das ärztliche Gespräch ergänzen, wenn Beschwerden oder Vorerkrankungen Anlass für solche Untersuchungen geben. Sie liefern andere Informationen als ein Symptomtagebuch. Dass diese Laborwerte der Dokumentation des Migräneverlaufs generell überlegen wären, ist nicht belegt.

Wichtige Sicherheitsinformationen:

Monoklonale Antikörper gegen CGRP und Gepante sind verschreibungspflichtige Medikamente. Ihre Anwendung setzt eine ärztliche Beurteilung und Verordnung voraus. Die Informationen zu diesen Arzneimittelklassen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung.

Für die monoklonalen Antikörper Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab und Eptinezumab wird mit Stand April 2026 eine FDA-Zulassung zur Vorbeugung episodischer oder chronischer Migräne bei Erwachsenen beschrieben. Sie werden monatlich oder alle drei Monate unter die Haut gespritzt oder als intravenöse Infusion verabreicht. Zu den häufigen Nebenwirkungen der Klasse gehören Reaktionen an der Einstichstelle, Verstopfung und Müdigkeit. Während der Schwangerschaft werden sie nicht empfohlen. Vor Beginn sollten individuelle Risikofaktoren einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztlich besprochen werden.

Für die Gepante Rimegepant, Ubrogepant, Atogepant und Zavegepant wird mit Stand April 2026 eine FDA-Zulassung zur Akutbehandlung und/oder Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen beschrieben. Je nach Wirkstoff werden sie oral oder über die Nase angewendet. Häufige Nebenwirkungen der Klasse sind Übelkeit und Schwindel. Mögliche Wechselwirkungen mit starken CYP3A4-Hemmern und -Induktoren sollten ärztlich und in der Apotheke geprüft werden. Während der Schwangerschaft werden Gepante nicht empfohlen. In klinischen Studiendaten zeigten Gepante der zweiten Generation nicht die bei Telcagepant beobachteten Leberschädigungen. Bei erheblich eingeschränkter Leberfunktion muss die Eignung dennoch ausdrücklich ärztlich geklärt werden.

Für die individuelle Behandlung ist ein Gespräch mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson erforderlich, die Krankengeschichte, aktuelle Medikamente und das konkrete Beschwerdebild berücksichtigen kann.

Häufige Fragen

Wie wirken Medikamente gegen CGRP?

CGRP-gerichtete Medikamente unterbrechen einen Signalweg, der an Migräne beteiligt ist. Sie blockieren entweder das CGRP-Peptid selbst oder dessen Rezeptor, einen Komplex aus CLR und RAMP1. Monoklonale Antikörper binden mit hoher Affinität, also Bindungsstärke, an den Botenstoff oder den Rezeptor. Ihre langen Halbwertszeiten ermöglichen eine Wirkung über Wochen bis Monate.

Gepante sind kleine Moleküle mit kürzerer Wirkdauer, die den CGRP-Rezeptor vorübergehend blockieren. Sie werden überwiegend oral angewendet; es gibt auch eine nasale Form. Beide Ansätze verhindern, dass CGRP seinen Rezeptor aktiviert. Damit beeinflussen sie unter anderem die Erweiterung von Blutgefäßen und durch Nerven vermittelte Entzündungsprozesse, die am Migräneschmerz beteiligt sind. Tepper beschreibt die Entwicklung dieser Therapieansätze in seinem historischen Überblick von 2018 in Headache. Tepper, 2018

Worin unterscheiden sich monoklonale Antikörper gegen CGRP und Gepante?

Monoklonale Antikörper sind große Eiweißmoleküle, die als Injektion oder Infusion verabreicht werden. Sie binden CGRP oder dessen Rezeptor mit hoher Affinität und wirken über Wochen bis Monate. Dadurch eignen sie sich für eine vorbeugende Anwendung einmal im Monat oder alle drei Monate.

Gepante sind kleine Moleküle, deren Blockade des CGRP-Rezeptors kürzer anhält und reversibel ist. Je nach Wirkstoff eignen sie sich zur Akutbehandlung beim Beginn einer Attacke oder zur regelmäßigen Vorbeugung. Die vorbeugende Einnahme kann täglich erfolgen; Rimegepant wird in der genannten vorbeugenden Anwendung jeden zweiten Tag eingenommen. Neben oralen Präparaten gibt es ein Nasenspray.

Bei den Antikörpern gibt es zwei Angriffspunkte: Galcanezumab, Fremanezumab und Eptinezumab binden den CGRP-Botenstoff, Erenumab bindet dessen Rezeptor.

Wie wirksam sind CGRP-Medikamente zur Migränevorbeugung?

Die Leitlinie der European Headache Federation von Sacco und Kollegen aus dem Jahr 2022 fasst Phase-3-Studien zusammen, in denen monoklonale Antikörper gegen CGRP die monatlichen Migränetage bei episodischer und chronischer Migräne gegenüber Placebo statistisch signifikant verringerten.

Die Ansprechrate beschreibt häufig den Anteil der Teilnehmenden, deren Migränetage um mindestens 50 % zurückgingen. Für Phase-3-Studien wird eine Spanne von ungefähr 40 bis 60 % genannt. Eine ähnliche Spanne wird für die prospektive Beobachtungsstudie von Barbanti und Kollegen berichtet. Diese Zahlen beruhen auf unterschiedlichen Studientypen und dürfen deshalb nicht als gleichwertige Belege behandelt werden.

Zum genannten Stand April 2026 gelten monoklonale Antikörper gegen CGRP in den Leitlinien der European Headache Federation als Option der ersten Wahl für geeignete Menschen mit Migräne. Für zur Vorbeugung zugelassene Gepante wird eine ähnliche Einordnung in neueren Leitlinienaktualisierungen beschrieben. Eine konkrete zusätzliche Leitlinienquelle fehlt dafür. Sacco et al., 2022

Sind CGRP-Medikamente von der FDA zugelassen?

Ja. Mit Stand April 2026 werden vier monoklonale Antikörper gegen CGRP als von der FDA zur Vorbeugung episodischer und/oder chronischer Migräne zugelassen aufgeführt: Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab und Eptinezumab.

Vier Gepante sind zur Akutbehandlung und/oder Vorbeugung zugelassen: Rimegepant, Ubrogepant, Atogepant und Zavegepant. Die FDA beschreibt sie als Arzneimittelklasse mit einem neuen Wirkmechanismus. Alle sind verschreibungspflichtig und erfordern eine ärztliche Beurteilung und Verordnung. Diese Angaben gelten für die USA. FDA: New drug class employs novel mechanism migraine treatment and prevention

Für wen kommt eine CGRP-gerichtete Therapie typischerweise infrage?

Eine vorbeugende CGRP-Therapie wird unter anderem bei episodischer Migräne mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat erwogen. Bei chronischer Migräne werden mindestens 15 Kopfschmerztage pro Monat genannt, von denen mindestens 8 die Kriterien einer Migräne erfüllen. Die Grenze von 4 Migränetagen ist hier eine mögliche Schwelle für eine vorbeugende Behandlung; sie definiert nicht allgemein die episodische Migräne.

Häufig wird eine solche Therapie erwogen, wenn vorbeugende Medikamente der ersten oder zweiten Wahl wie Topiramat, Valproat, Betablocker oder Amitriptylin nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden. Daneben können CGRP-gerichtete Antikörper nach der oben beschriebenen Leitlinieneinordnung auch eine Erstlinienoption sein. Die Leitlinie von Sacco und Kollegen aus dem Jahr 2022 behandelt die Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten für diese Antikörper. Ob die Behandlung im Einzelfall geeignet ist, entscheidet eine qualifizierte medizinische Fachperson. Sacco et al., 2022

Lassen sich CGRP-Antikörper und Gepante kombinieren?

Erste Sicherheitsdaten liegen vor. Berman und Kollegen berichteten 2020 in Headache, dass die Kombination von Rimegepant mit einem monoklonalen CGRP-Antikörper in den untersuchten Beobachtungsdaten im Allgemeinen gut vertragen wurde. Alsaadi und Kollegen untersuchten 2024 in einer retrospektiven, also rückblickenden Studie in Neurology and Therapy ebenfalls die Sicherheit und Verträglichkeit solcher Kombinationen. In den ausgewerteten Daten fanden sie keine größeren Sicherheitssignale. Seltene oder langfristige Risiken lassen sich damit nicht ausschließen. Berman et al., 2020, Alsaadi et al., 2024

Mit Stand April 2026 ist die Kombination nicht als reguläre Behandlung der ersten Wahl etabliert. Nach Prüfung der Erstlinienoptionen kann sie unter fachärztlicher Betreuung erwogen werden. Eine allgemeine Empfehlung zur Kombination ergibt sich aus diesen Daten nicht.

Wie lange dauert es, bis Medikamente gegen CGRP wirken?

Manche Menschen sprechen bereits im ersten Monat auf eine vorbeugende CGRP-Therapie an. Bei anderen dauert es 2 bis 3 Monate, bis sich die volle vorbeugende Wirkung beurteilen lässt. Klinische Leitlinien empfehlen üblicherweise einen Behandlungsversuch über 12 Wochen, bevor das Ansprechen bewertet wird.

Gepante zur Akutbehandlung wirken innerhalb weniger Stunden nach der Anwendung. Wie schnell und wie stark die Wirkung eintritt, hängt unter anderem von der Migränehäufigkeit, bisherigen Behandlungen und individuellen biologischen Faktoren ab. Der erwartbare Verlauf sollte für den konkreten Wirkstoff und die jeweilige klinische Situation ärztlich besprochen werden.

Gibt es eine natürliche Möglichkeit, den CGRP-Spiegel zu senken?

Lebensstilfaktoren werden in der Migränebehandlung regelmäßig berücksichtigt. Direkte Belege für einen gezielten Einfluss auf die CGRP-Aktivität sind jedoch begrenzt. Regelmäßiger Schlaf, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Erkennen persönlicher Auslöser gehören neben der CGRP-gerichteten Arzneimitteltherapie zu den üblichen Bestandteilen der Migränebehandlung.

Aerobes Ausdauertraining, gleichmäßige Schlafzeiten und das Meiden bekannter persönlicher Ernährungsauslöser werden weiter untersucht. Bei bestehender Migräne sind diese Ansätze kein etablierter Ersatz für eine notwendige medikamentöse Therapie. Ihr Stellenwert sollte im Rahmen des gesamten Behandlungsplans ärztlich besprochen werden.

Literatur

  1. Tepper SJ (2018). History and Review of anti-Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) Therapies: From Translational Research to Treatment. Headache, 58 Suppl 3, 238-275. https://doi.org/10.1111/head.13379. PubMed

  2. Woodhead JL, Siler SQ, Howell BA, Watkins PB, Conway C (2022). Comparing the Liver Safety Profiles of 4 Next-Generation CGRP Receptor Antagonists to the Hepatotoxic CGRP Inhibitor Telcagepant Using Quantitative Systems Toxicology Modeling. Toxicological sciences : an official journal of the Society of Toxicology, 188(1), 108-116. https://doi.org/10.1093/toxsci/kfac051. PubMed

  3. González-Hernández A, Marichal-Cancino BA, García-Boll E, Villalón CM (2020). The. CNS & neurological disorders drug targets, 19(5), 344-359. https://doi.org/10.2174/1871527319666200618144637. PubMed. Redaktioneller Hinweis: Der überlieferte Artikeltitel „The.“ ist unvollständig und wurde nicht ergänzt.

  4. Sacco S, Amin FM, Ashina M, Bendtsen L, Deligianni CI, Gil-Gouveia R, Katsarava Z, MaassenVanDenBrink A, Martelletti P, Mitsikostas DD, Ornello R, Reuter U, Sanchez-Del-Rio M, Sinclair AJ, Terwindt G, Uluduz D, Versijpt J, Lampl C (2022). European Headache Federation guideline on the use of monoclonal antibodies targeting the calcitonin gene related peptide pathway for migraine prevention - 2022 update. The journal of headache and pain, 23(1), 67. https://doi.org/10.1186/s10194-022-01431-x. PubMed

  5. Barbanti P, Egeo G, Aurilia C, Altamura C, d’Onofrio F, Finocchi C, Albanese M, Aguggia M, Rao R, Zucco M, Frediani F, Filippi M, Messina R, Cevoli S, Carnevale A, Fiorentini G, Messina S, Bono F, Torelli P, … Italian Migraine Registry study group (2022). Predictors of response to anti-CGRP monoclonal antibodies: a 24-week, multicenter, prospective study on 864 migraine patients. The journal of headache and pain, 23(1), 138. https://doi.org/10.1186/s10194-022-01498-6. PubMed

  6. Sacco S, Bendtsen L, Ashina M, Reuter U, Terwindt G, Mitsikostas DD, Martelletti P (2019). European headache federation guideline on the use of monoclonal antibodies acting on the calcitonin gene related peptide or its receptor for migraine prevention. The journal of headache and pain, 20(1), 6. https://doi.org/10.1186/s10194-018-0955-y. PubMed

  7. Moreno-Ajona D, Pérez-Rodríguez A, Goadsby PJ (2020). Gepants, calcitonin-gene-related peptide receptor antagonists: what could be their role in migraine treatment?. Current opinion in neurology, 33(3), 309-315. https://doi.org/10.1097/WCO.0000000000000806. PubMed

  8. Edvinsson L (2008). CGRP blockers in migraine therapy: where do they act?. British journal of pharmacology, 155(7), 967-9. https://doi.org/10.1038/bjp.2008.346. PubMed

  9. Rissardo JP, Caprara ALF (2022). Gepants for Acute and Preventive Migraine Treatment: A Narrative Review. Brain sciences, 12(12). https://doi.org/10.3390/brainsci12121612. PubMed

  10. Pellesi L, Jedie B, Barhum F, Al-Abdullah S, Martelletti P, Xiao Z (2025). Head-to-head relief: ubrogepant, rimegepant, and zavegepant in migraine treatment. Pain management, 15(5), 279-284. https://doi.org/10.1080/17581869.2025.2494494. PubMed

  11. Fda. (n.d.). New drug class employs novel mechanism migraine treatment and prevention. https://cacmap.fda.gov/drugs/news-events-human-drugs/new-drug-class-employs-novel-mechanism-migraine-treatment-and-prevention

  12. Berman G, Croop R, Kudrow D, Halverson P, Lovegren M, Thiry AC, Conway CM, Coric V, Lipton RB (2020). Safety of Rimegepant, an Oral CGRP Receptor Antagonist, Plus CGRP Monoclonal Antibodies for Migraine. Headache, 60(8), 1734-1742. https://doi.org/10.1111/head.13930. PubMed

  13. Alsaadi T, Suliman R, Santos V, Al Qaisi I, Carmina P, Aldaher B, Haddad S, Bader Y (2024). Safety and Tolerability of Combining CGRP Monoclonal Antibodies with Gepants in Patients with Migraine: A Retrospective Study. Neurology and therapy, 13(2), 465-473. https://doi.org/10.1007/s40120-024-00586-w. PubMed