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Echinocandine: Antipilzmittel gegen schwere Candida-Infektionen

Klinische Prüfung ausstehend

Caspofungin, Micafungin, Anidulafungin und Rezafungin greifen die Pilzzellwand an. Wirkprinzip, Einsatzgebiete und Risiken dieser Wirkstoffklasse.

Was sind Echinocandine?

Echinocandine sind halbsynthetische zyklische Lipopeptide zur Behandlung von Pilzinfektionen. Dazu gehören Caspofungin (Cancidas), Micafungin (Mycamine) und Anidulafungin (Eraxis). Sie werden vor allem bei schweren Candida-Infektionen eingesetzt und verbinden eine starke Wirkung mit vergleichsweise guter Verträglichkeit. Caspofungin wurde als erster Vertreter in den USA 2001 zugelassen; Micafungin folgte 2005 und Anidulafungin 2006. Der neuere Wirkstoff Rezafungin (Rezzayo) erhielt 2023 die US-Zulassung und wird einmal wöchentlich gegeben.

Wie wirken Echinocandine?

Echinocandine hemmen die 1,3-Beta-D-Glucan-Synthase in der Pilzzellwand. Dieses Enzym bildet 1,3-Beta-D-Glucan, ein Zuckerpolymer, das der Zellwand Stabilität verleiht. Wird seine Bildung blockiert, schwächt sich die Zellwand ab, bis sie dem Innendruck nicht mehr standhält. Gegen die meisten Candida-Arten wirken Echinocandine abtötend, gegen Aspergillus wachstumshemmend.

Menschliche Zellen besitzen weder eine Zellwand noch ein entsprechendes Enzym. Das erklärt die vergleichsweise geringe direkte Toxizität dieser Wirkstoffklasse. Caspofungin, Micafungin und Anidulafungin werden täglich intravenös verabreicht, Rezafungin wöchentlich. In der zulassungsrelevanten Studie war Caspofungin bei invasiver Candidiasis mindestens so wirksam wie Amphotericin B 1 und verursachte weniger unerwünschte Wirkungen. Anidulafungin schnitt in einer eigenen Studie beim primären Endpunkt besser ab als Fluconazol.

Sind Echinocandine von der FDA zugelassen?

Ja. Der Ausgangstext nennt FDA-Zulassungen für Caspofungin, Micafungin, Anidulafungin und Rezafungin. Die Tabelle fasst die Zulassungsjahre und jeweiligen Anwendungsgebiete zusammen.

Laut Ausgangstext trägt keiner dieser Wirkstoffe einen hervorgehobenen US-Warnhinweis der Kategorie „Boxed Warning“.

Wofür werden Echinocandine verschrieben?

Echinocandine werden bei invasiven Candida-Infektionen einschließlich Candidämie, also Candida im Blut, sowie bei Candida-Infektionen der Speiseröhre eingesetzt. Caspofungin kommt außerdem bei vermuteten Pilzinfektionen mit Fieber und Neutropenie sowie bestimmten Aspergillus-Infektionen zum Einsatz. Micafungin wird auch zur Vorbeugung von Candida-Infektionen im Rahmen einer Stammzelltransplantation verwendet.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Zu den häufigeren Nebenwirkungen gehören:

  • Fieber

  • Infusionsreaktionen wie Hautrötung, Ausschlag oder Juckreiz

  • Übelkeit und Kopfschmerzen

  • Niedrige Kaliumwerte und erhöhte Leberenzymwerte Quelle

Weitere wichtige Risiken und Vorsichtsmaßnahmen sind:

  • Beeinflussung der Leberwerte und selten eine ausgeprägtere Leberfunktionsstörung

  • Seltene schwere allergische Reaktionen

  • Erforderliche Dosisanpassungen von Caspofungin bei Leberfunktionsstörungen sowie bestimmte Arzneimittelwechselwirkungen

Studien im Überblick

Wirkstoff FDA-Zulassung Zugelassene Anwendungsgebiete
Caspofungin 2001 Candidämie, invasive Candidiasis und Candidiasis der Speiseröhre; außerdem empirische Behandlung bei febriler Neutropenie sowie invasive Aspergillose bei Therapieversagen oder Unverträglichkeit anderer Behandlungen
Micafungin 2005 Candidämie, invasive Candidiasis und Candidiasis der Speiseröhre; außerdem Candida-Prophylaxe bei Stammzelltransplantation
Anidulafungin 2006 Candidämie, invasive Candidiasis und Candidiasis der Speiseröhre
Rezafungin 2023 Candidämie und invasive Candidiasis bei Erwachsenen mit begrenzten oder fehlenden anderen Behandlungsmöglichkeiten

Quellenangaben des Ausgangstextes

Sources: FDA prescribing information for Cancidas, Mycamine, Eraxis, and Rezzayo; the caspofungin trial (Mora-Duarte et al., The New England Journal of Medicine, 2002, DOI: 10.1056/NEJMoa021585 1 ) and the anidulafungin trial (Reboli et al., The New England Journal of Medicine, 2007, DOI: 10.1056/NEJMoa066906 2 ), both indexed on PubMed.

Herkunft und redaktioneller Prüfstatus

Für Nutrient Desk aus dem Ausgangsartikel übertragen. Die Aussagen und Quellenzuordnungen des Ausgangstextes sind noch klinisch zu prüfen. Dieser Entwurf ist nicht zur Indexierung freigegeben.