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Welche Symptome verursacht Influenza B?

Klinische Prüfung ausstehend

Influenza B beginnt meist plötzlich mit Husten, Fieber oder Schüttelfrost, Schmerzen und Müdigkeit. Was über Verlauf, Ansteckung, Tests, Behandlung und Warnzeichen bekannt ist.

Influenza B beginnt meist plötzlich mit Fieber oder Schüttelfrost, Husten, Hals- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägter Müdigkeit. Die Beschwerden allein reichen allerdings nicht aus, um eine Grippe sicher zu erkennen oder Influenza B von Influenza A zu unterscheiden. Meist klingen die akuten Symptome innerhalb etwa einer Woche ab. Atemnot und andere Warnzeichen erfordern sofort medizinische Hilfe.

Die Symptome von Influenza B

Influenza B ist einer der beiden Influenzavirustypen, die saisonale Grippewellen verursachen. Typisch ist ein abrupter Krankheitsbeginn mit Fieber oder Schüttelfrost, Husten, Halsschmerzen, einer laufenden oder verstopften Nase, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit. CDC: Grippesymptome

Wie häufig Influenza B vorkommt, zeigt eine epidemiologische Auswertung: Ihr Anteil an den Grippefällen lag im Median bei 23,4 %. Der Median bezeichnet den mittleren Wert der ausgewerteten Anteile. Welche Beschwerden auftreten und wie stark sie ausfallen, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Caini et al.

  • Fieber und Schüttelfrost sind typisch, doch nicht jeder Mensch mit Grippe bekommt Fieber. CDC
  • Muskel- und Gliederschmerzen sind oft so stark, dass Bewegungen schwerfallen.
  • Husten, Halsschmerzen und eine verstopfte Nase können zusammen auftreten. Der Husten beginnt typischerweise trocken, also ohne Auswurf. CDC: Klinische Symptome
  • Kopfschmerzen und Müdigkeit können so ausgeprägt sein, dass Betroffene im Bett bleiben müssen.
  • Auch Magen-Darm-Beschwerden sind möglich: Bei manchen Menschen treten Erbrechen und Durchfall auf.

Wie schnell die Symptome von Influenza B beginnen

Zwischen der Ansteckung und den ersten Symptomen liegen typischerweise etwa 2 Tage. Möglich sind 1 bis 4 Tage. CDC: Übertragung

Der plötzliche Beginn kann auf eine Grippe hindeuten: Während sich eine Erkältung allmählich entwickelt, setzen Grippesymptome meist rasch ein. Fieber ist bei einer Grippe häufig und hält gewöhnlich 3 bis 4 Tage an. Bei einer Erkältung tritt es selten auf; auch Gliederschmerzen sind dabei meist nur leicht ausgeprägt. CDC: Grippesymptome

Influenza B: der Verlauf von Tag zu Tag

Im Laufe der Erkrankung können sich die Beschwerden verändern. Eine Untersuchung zur Entwicklung von Influenzasymptomen fand, dass einzelne Beschwerden in den ersten 2 Krankheitstagen am stärksten auf eine Influenzainfektion hindeuteten. Untersucht wurde dabei, wie gut die Symptome helfen, eine Grippe zu erkennen. Ob die ersten 2 Tage auch die schwersten sind, lässt sich daraus nicht ableiten. Li et al.

Tag Beschriebenes Verlaufsmuster Dabei genannte Symptome
Tage 1 bis 2 Die Beschwerden beginnen gemeinsam und plötzlich Husten, der über die gesamte Woche den stärksten diagnostischen Hinweis liefert
Tage 3 bis 4 Beschwerden der oberen Atemwege stehen im Vordergrund Halsschmerzen, Husten mit Auswurf, Gliederschmerzen und Müdigkeit
Tage 5 bis 7 Beschwerden der unteren Atemwege können stärker hervortreten Atemnot und pfeifende Atmung

Studie zur Entwicklung der Symptome

Die zeitlichen Muster beziehen sich auf die diagnostische Einordnung von Symptomen und lassen sich nicht als fester Ablauf einer Influenza-B-Erkrankung lesen. Beschwerden im Brustbereich können später hinzukommen. Atemnot ist jedoch an jedem Krankheitstag ein Warnzeichen und erfordert sofort medizinische Hilfe.

Influenza B und Influenza A: Unterschiede im Schweregrad

Influenza B ist nicht grundsätzlich milder als Influenza A. In einer prospektiven Studie mit Erwachsenen im Krankenhaus verlief Influenza A schwerer; diese Patienten waren schon bei der Aufnahme stärker erkrankt. Eine Studie mit stationär behandelten Kindern fand dagegen keine Unterschiede bei den klinischen Merkmalen oder Behandlungsergebnissen. Die typischen Symptome ähneln sich bei beiden Virustypen. Aussagen zum Schweregrad hängen deshalb auch davon ab, welche Personengruppe untersucht wurde. Wang et al., Mattila et al., Mosnier et al.

Merkmal Influenza A Influenza B
Typische Symptome Anhand der Beschwerden nicht zuverlässig von Influenza B zu unterscheiden Anhand der Beschwerden nicht zuverlässig von Influenza A zu unterscheiden; für eine sichere Unterscheidung ist ein geeigneter Test nötig
Besonders betroffene Altersgruppen Über verschiedene Altersgruppen verteilt Eher jüngere Altersgruppen in Saisons mit übereinstimmender Viruslinie („lineage match“)
Zeitpunkt innerhalb der Saison In Ländern der gemäßigten Klimazonen früher Im Durchschnitt 3 Wochen später
Schweregrad bei stationär behandelten Erwachsenen Bei Aufnahme schwerer erkrankt; bei 82,4 % Besserung bis Tag 28; 11,4 % Krankenhaussterblichkeit Bei 90,7 % Besserung bis Tag 28; 6,8 % Krankenhaussterblichkeit; der Unterschied in der Sterblichkeit war nicht statistisch signifikant; Studie aus einem Zentrum
Schweregrad bei stationär behandelten Kindern Kein Unterschied nach Virustyp festgestellt Kein Unterschied bei klinischen Merkmalen, Behandlungsergebnissen oder Aufenthaltsdauer festgestellt
Antivirale Behandlungsmöglichkeiten Vier laut der genannten US-Quelle zugelassene antivirale Wirkstoffe Dieselben Behandlungsoptionen wie bei Influenza A

Zu Symptomen und Diagnostik: Mosnier et al., CDC: Diagnostik. Zur Altersverteilung: Mandelboim et al.. Zum Zeitpunkt innerhalb der Saison: Caini et al.. Zum Schweregrad bei Erwachsenen: Wang et al.; bei Kindern: Mattila et al.. Zur Behandlung: CDC: Antivirale Medikamente.

Wie sich Influenza B bei Kindern zeigt

Auch bei Kindern kann Influenza B schwer verlaufen. Eine Studie mit stationär behandelten Kindern fand bei keinem der untersuchten klinischen Merkmale Unterschiede zwischen Influenza A und B. Für die Einschätzung zählt daher, wie es dem Kind geht. Mattila et al.

Erbrechen und Durchfall treten bei Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen. Daneben werden plötzlich einsetzende Beinschmerzen beschrieben: Ein Kind, das am Vortag noch problemlos laufen konnte, hat auf einmal Schmerzen beim Gehen. Eine Übersichtsarbeit zur gutartigen akuten Muskelentzündung im Kindesalter berichtete Schmerzen in beiden Beinen bei 92 % der Fälle, Fieber bei 80 % und die Unfähigkeit zu gehen bei 56 %. Das mittlere Alter betrug 6,8 Jahre. Die Zahlen gelten für Kinder mit diesem Muskelentzündungsbild, nicht für alle Kinder mit Influenza B. Majava et al., CDC: Grippesymptome

Diese Muskelentzündung klingt gewöhnlich von selbst ab. Wenn ein Kind wegen starker Muskelschmerzen nicht mehr gehen möchte, braucht es dennoch sofort medizinische Notfallversorgung. Majava et al., CDC: Warnzeichen

Wie lange Influenza B dauert und wie lange sie ansteckend ist

Bei den meisten Menschen lassen die akuten Beschwerden innerhalb etwa einer Woche nach, typischerweise nach 3 bis 7 Tagen. Husten und allgemeines Unwohlsein können länger als 2 Wochen anhalten. Das gilt besonders für ältere Erwachsene und Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen. CDC: Klinische Symptome

Wie ansteckend jemand ist, lässt sich am Befinden allein nicht erkennen. Influenzaviren sind ab 1 Tag vor Symptombeginn bis 5 bis 7 Tage danach nachweisbar. Am höchsten ist die Ansteckungsfähigkeit in den ersten 3 Krankheitstagen. Bei Influenza B wurde beobachtet, dass die Virusausscheidung bereits bis zu 2 Tage vor Symptombeginn zunahm und noch 6 bis 7 Tage nach Beginn anhielt. Virusnachweis und Virusausscheidung geben allerdings nicht exakt an, wie lange ein einzelner Mensch ansteckend ist. CDC: Übertragung, Ip et al.

Wie Tests Influenza B von anderen Erkrankungen unterscheiden

Beschwerden allein können eine Grippe nicht sicher bestätigen. Das zeigte auch eine Auswertung von 67 Studien: Einzelne Anzeichen und Symptome eigneten sich nur sehr eingeschränkt zur Diagnose. Husten hatte bei Erwachsenen mit 0,92 die höchste Sensitivität. Diese Kennzahl beschreibt, welcher Anteil der tatsächlich Erkrankten ein bestimmtes Merkmal aufweist oder durch einen Test erkannt wird. Sie sagt nicht, wie sicher jemand mit Husten tatsächlich Grippe hat. Ebell et al., CDC: Diagnostik

  • Influenza-Antigen-Schnelltests weisen Virusbestandteile nach und liefern nach etwa 10 bis 15 Minuten ein Ergebnis. Von den hier genannten Testverfahren sind sie am wenigsten genau. CDC
  • Molekulare Schnelltests suchen nach viralem Erbgut. Sie liefern nach 15 bis 20 Minuten ein Ergebnis und sind genauer. CDC
  • Labortests einschließlich RT-PCR sind am genauesten. Die Untersuchung dauert eine bis mehrere Stunden. CDC
  • Ärztinnen und Ärzte können auch ohne Test eine klinische Grippediagnose stellen. Eine Bestätigung durch einen Test liegt dann jedoch nicht vor.

Eine Metaanalyse von Schnelltests ergab eine zusammengefasste Sensitivität von 61,1 % und eine Spezifität von 98,9 %. Die Spezifität gibt an, wie zuverlässig ein Test Menschen ohne die gesuchte Infektion als negativ erkennt. Ein positives Ergebnis kann deshalb sehr aussagekräftig sein. Ein negatives Ergebnis schließt eine Grippe dagegen nicht aus. Bruning et al., CDC: Diagnostik

Wann Symptome von Influenza B eine Notfallversorgung erfordern

Die meisten Menschen überstehen Influenza B ohne ärztliche Behandlung. Bei den folgenden Warnzeichen ist jedoch sofort medizinische Notfallversorgung nötig. Einige davon unterscheiden sich zwischen Erwachsenen und Kindern. CDC: Warnzeichen

Bei Erwachsenen:

  • Atembeschwerden oder Atemnot.
  • Anhaltende Schmerzen oder ein Druckgefühl in Brust oder Bauch.
  • Anhaltender Schwindel, Verwirrtheit oder die Unfähigkeit, die Person zu wecken.
  • Krampfanfälle.
  • Kein Wasserlassen.
  • Starke Muskelschmerzen.
  • Ausgeprägte Schwäche oder Unsicherheit beim Stehen und Gehen.
  • Fieber oder Husten, die sich zunächst bessern und dann zurückkehren oder verschlimmern.
  • Eine Verschlechterung chronischer Erkrankungen.

Bei Kindern:

  • Schnelle Atmung oder Atembeschwerden.
  • Bläuliche Lippen oder eine bläuliche Gesichtsfarbe.
  • Die Haut zwischen den Rippen zieht sich bei jedem Atemzug ein.
  • Brustschmerzen.
  • Starke Muskelschmerzen, wegen derer das Kind nicht gehen möchte.
  • Zeichen einer Austrocknung: seit 8 Stunden kein Urin, ein trockener Mund und keine Tränen beim Weinen. CDC
  • Das Kind ist wach, wirkt aber unaufmerksam oder reagiert nicht auf andere Menschen.
  • Krampfanfälle.
  • Fieber über 104 Grad Fahrenheit (40 °C), das sich mit fiebersenkenden Medikamenten nicht senken lässt. CDC
  • Jegliches Fieber bei einem Kind unter 12 Wochen. CDC
  • Fieber oder Husten, die sich zunächst bessern und dann zurückkehren oder verschlimmern.
  • Eine Verschlechterung chronischer Erkrankungen.

Wie Influenza B behandelt wird

Antivirale Grippemedikamente sind verschreibungspflichtig. Antibiotika wirken hingegen gegen bakterielle Infektionen. Antivirale Mittel wirken am besten, wenn die Behandlung innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach Symptombeginn beginnt. Sie können die Krankheitsdauer um etwa einen Tag verkürzen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko wird eine frühzeitige antivirale Behandlung empfohlen. CDC: Antivirale Medikamente

Die US-Gesundheitsbehörde CDC nennt vier zugelassene Wirkstoffe: Oseltamivir, Zanamivir, Peramivir und Baloxavir. Zanamivir wird bei Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) nicht empfohlen. Für Baloxavir gilt dies während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Menschen, die stationär behandelt werden. Diese Angaben beziehen sich auf die USA. CDC

Eine Metaanalyse bei Erwachsenen mit Influenza beziffert Nutzen und Nebenwirkungen von Oseltamivir: Die Zeit bis zur Linderung aller Symptome war um 21 % kürzer und betrug im Median 97,5 Stunden gegenüber 122,7 Stunden unter Placebo. Komplikationen der unteren Atemwege, die eine Antibiotikabehandlung erforderten, traten bei 4,9 % statt bei 8,7 % auf. Übelkeit war unter Oseltamivir häufiger, mit 9,9 % gegenüber 6,2 % unter Placebo. Erbrechen trat bei 8,0 % gegenüber 3,3 % auf. Die Ergebnisse beziehen sich auf Erwachsene mit Influenza und erlauben hier keine gesonderte Aussage zur Wirksamkeit ausschließlich bei Influenza B. Dobson et al.

Welche Behandlung infrage kommt, hängt auch von bestehenden Erkrankungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Ärztinnen und Ärzte wägen den erwarteten Nutzen gegen mögliche Nebenwirkungen ab.

Häufige Fragen

Wie fühlt sich eine Grippe vom Typ B an?

Influenza B beginnt meist plötzlich und verursacht stärkere Beschwerden als eine Erkältung. Fieber oder Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Husten treten häufig innerhalb von Stunden auf, statt sich über mehrere Tage zu entwickeln. Die Schmerzen sind bei einer Grippe oft stark, bei einer Erkältung gewöhnlich leicht. Grippebedingtes Fieber hält meist 3 bis 4 Tage an. Die Müdigkeit kann bleiben, wenn andere Beschwerden schon abgeklungen sind; Husten und allgemeines Unwohlsein können länger als 2 Wochen anhalten. CDC: Klinische Symptome, CDC: Grippesymptome

Welcher Tag ist bei Influenza B am schlimmsten?

Ein allgemein gültiger schlimmster Tag lässt sich nicht benennen. In der zitierten Untersuchung lieferten einzelne Symptome in den ersten 2 Krankheitstagen den stärksten Hinweis auf Influenza. Das sagt etwas über ihren Nutzen für die Diagnose aus, nicht darüber, wann die Beschwerden am stärksten sind. Im beschriebenen Muster stehen Halsschmerzen, Husten mit Auswurf, Gliederschmerzen und Müdigkeit in der ersten Wochenhälfte im Vordergrund. Atemnot und pfeifende Atmung werden in der zweiten Hälfte für die Diagnose aussagekräftiger. Daraus ergibt sich kein fester Zeitplan für die einzelne Erkrankung. Atemnot erfordert zu jedem Zeitpunkt sofort medizinische Hilfe. Li et al.

Wie ansteckend ist Influenza B?

Eine Ansteckung ist schon möglich, bevor sich jemand krank fühlt, und kann auch nach einer Besserung noch erfolgen. Bei den meisten Menschen sind Influenzaviren ab 1 Tag vor Symptombeginn bis 5 bis 7 Tage danach nachweisbar. Die Ansteckungsfähigkeit ist in den ersten 3 Krankheitstagen am höchsten. Bei Influenza B wurde beobachtet, dass die Virusausscheidung bereits bis zu 2 Tage vor Symptombeginn zunahm und noch 6 bis 7 Tage nach Beginn anhielt. Daraus lässt sich allerdings nicht für jeden Menschen exakt bestimmen, wie lange eine Übertragung möglich ist. Kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können länger ansteckend sein. Ip et al., CDC: Übertragung

Ist Influenza A oder Influenza B schlimmer?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. In einer Studie aus einem einzelnen Zentrum verlief Influenza A bei stationär behandelten Erwachsenen schwerer. Bis Tag 28 hatte sich der Zustand von 82,4 % der Menschen mit Influenza A gebessert, gegenüber 90,7 % mit Influenza B. Im Krankenhaus starben 11,4 % gegenüber 6,8 %; dieser Unterschied war nicht statistisch signifikant. Bei stationär behandelten Kindern fanden sich zwischen den beiden Typen keine Unterschiede bei klinischen Merkmalen oder Behandlungsergebnissen. Wang et al., Mattila et al.

Wie lange dauert Influenza B?

Die akuten Beschwerden klingen bei den meisten Menschen nach 3 bis 7 Tagen ab, also innerhalb etwa einer Woche. Von einer Grippe erholen sich die meisten innerhalb von weniger als 2 Wochen. Husten und allgemeines Unwohlsein können jedoch länger als 2 Wochen anhalten, besonders bei älteren Erwachsenen und Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen. Solche Restbeschwerden bedeuten für sich genommen nicht zwangsläufig eine Komplikation. Wenn sich der Zustand erneut verschlechtert, Fieber zurückkehrt oder Atemnot auftritt, darf das aber nicht als normale Erholung abgetan werden. CDC: Klinische Symptome, CDC: Grippesymptome und Warnzeichen

Lässt sich Influenza B ohne Test von Influenza A unterscheiden?

Nein. Die Beschwerden ähneln sich so sehr, dass eine zuverlässige Unterscheidung nicht möglich ist. Auch eine Grippe selbst lässt sich allein anhand der Symptome nicht sicher bestätigen, obwohl eine ärztliche Verdachtsdiagnose ohne Test möglich ist. Eine Auswertung von 67 Studien ergab, dass Anzeichen und Symptome für die Diagnose nur sehr begrenzt genau sind. Für Antigen-Schnelltests werden eine zusammengefasste Sensitivität von 61,1 % und eine Spezifität von 98,9 % angegeben. Die Sensitivität beschreibt, wie zuverlässig der Test Erkrankte erkennt; die Spezifität, wie zuverlässig er Menschen ohne die Infektion als negativ einstuft. Ein positives Ergebnis kann aussagekräftig sein, ein negatives schließt eine Grippe nicht aus. Mosnier et al., Bruning et al., Ebell et al., CDC: Diagnostik

Welche Symptome verursacht Influenza B bei Kindern?

Die grundlegenden Symptome sind dieselben wie bei Erwachsenen. Erbrechen und Durchfall kommen bei Kindern allerdings häufiger vor. Außerdem können plötzlich Beinschmerzen auftreten. Eine Übersichtsarbeit zur gutartigen akuten Muskelentzündung im Kindesalter berichtete beidseitige Beinschmerzen bei 92 % der Fälle, Fieber bei 80 % und die Unfähigkeit zu gehen bei 56 %. Das mittlere Alter betrug 6,8 Jahre. Diese Werte gelten für das untersuchte Muskelentzündungsbild, nicht für alle Kinder mit Influenza B. Die Muskelentzündung klingt gewöhnlich von selbst ab. Wenn ein Kind wegen starker Muskelschmerzen nicht gehen möchte, braucht es dennoch sofort medizinische Notfallversorgung. Majava et al., CDC: Grippesymptome und Warnzeichen

Wie wird Influenza B behandelt?

Zur Behandlung kommen verschreibungspflichtige antivirale Grippemedikamente infrage. Antibiotika wirken gegen bakterielle Infektionen. Antivirale Mittel wirken am besten, wenn die Behandlung innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach Symptombeginn beginnt. Für Menschen mit erhöhtem Risiko schwerwiegender Komplikationen wird eine frühzeitige antivirale Behandlung empfohlen. In der genannten Untersuchung bei Erwachsenen mit Influenza verkürzte Oseltamivir die Zeit bis zur Linderung aller Symptome um 21 %: Sie betrug im Median 97,5 Stunden gegenüber 122,7 Stunden unter Placebo. Übelkeit nahm von 6,2 % auf 9,9 % zu, Erbrechen von 3,3 % auf 8,0 %. Die Ergebnisse beziehen sich auf Influenza insgesamt; eine gesonderte Auswertung ausschließlich zu Influenza B liegt diesen Angaben nicht zugrunde. Welche Behandlung passt, wird ärztlich entschieden. Dobson et al., CDC: Antivirale Medikamente

Quellen

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