Ernährung bei Hashimoto: Welche Lebensmittel kommen infrage?
Klinische Prüfung ausstehend
Welche Lebensmittel bei Hashimoto diskutiert werden, wo Einschränkungen sinnvoll sein können und welche Grenzen die Studienlage hat.
Redaktioneller Entwurf: maschinell unterstützte Übersetzung der angegebenen Vorlage. Der Text wurde vollständig gelesen und sprachlich überarbeitet. Unabhängige klinische Prüfung und Quellenprüfung stehen aus. Aussagen und Mengenangaben der Vorlage sind keine individuelle Behandlungsempfehlung.
Eine angepasste Ernährung kann bei Hashimoto die medikamentöse Behandlung ergänzen. Welche Lebensmittel vertragen werden und ob ein Nährstoffmangel besteht, unterscheidet sich von Person zu Person. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die Schilddrüse an. Auch unter konsequenter Medikamenteneinnahme können Erschöpfung und Konzentrationsprobleme bestehen bleiben. Während Medikamente fehlende Hormone ersetzen, kann die Ernährung Entzündungen, Nährstoffversorgung und das Ansprechen auf die Behandlung beeinflussen. Quellenverweis Quellenverweis
Wie Hashimoto Schilddrüse und Immunsystem betrifft
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache einer Hypothyreose in Gebieten mit ausreichender Jodzufuhr. Das Immunsystem produziert Antikörper, hauptsächlich Schilddrüsenperoxidase-Antikörper (TPOAk) und Thyreoglobulin-Antikörper (TgAb), die das Schilddrüsengewebe angreifen. Mit der Zeit beeinträchtigt diese chronische Entzündung die Fähigkeit der Drüse, die Schilddrüsenhormone T4 und T3 zu produzieren, die den Stoffwechsel, die Energieproduktion, die Körpertemperatur und Dutzende anderer physiologischer Prozesse regulieren.
Der Autoimmunangriff führt zu einem chronischen Entzündungszustand, der über die Schilddrüse hinausgeht. Diese systemische Entzündung trägt zu Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Gelenkschmerzen und Verdauungsproblemen bei, unter denen viele Menschen mit Hashimoto leiden, selbst wenn ihre Schilddrüsenhormonspiegel bei Laboruntersuchungen im Referenzbereich liegen. Nahrungsbestandteile beeinflussen das Immunsystem und können entzündliche Prozesse fördern oder abschwächen.
Wie sich die Ernährung auf die Schilddrüsenfunktion, Entzündungen und Antikörperspiegel auswirkt
Die Ernährung beeinflusst Hashimoto über drei Hauptwege: Nährstoffverfügbarkeit für die Schilddrüsenhormonsynthese, Beeinflussung der Immunaktivität und Erhalt einer funktionsfähigen Darmbarriere.
Produktion von Schilddrüsenhormonen
Die Schilddrüse benötigt bestimmte Mikronährstoffe, um Hormone herzustellen. Jod ist ein wesentlicher Baustein der Schilddrüsenhormone, aber Selen, Zink und Eisen dienen als Cofaktoren für die Enzyme, die inaktives T4 in aktives T3 umwandeln. Ohne ausreichend Selen hat der Körper Schwierigkeiten, das Schilddrüsenhormon zu aktivieren, selbst wenn die Schilddrüse ausreichend T4 produziert. Untersuchungen zeigen, dass eine Selenergänzung bei Menschen mit Hashimoto die TPO-Antikörperspiegel senken und die Schilddrüsenfunktionsmarker verbessern kann. Quellenverweis Quellenverweis
Einfluss auf das Immunsystem
Bestimmte Lebensmittel enthalten Verbindungen, die Entzündungssignale entweder fördern oder unterdrücken. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch reduzieren die Produktion entzündungsfördernder Zytokine. Polyphenole in Beeren und Blattgemüse wirken als Antioxidantien, die die Schilddrüsenzellen vor oxidativen Schäden durch den Autoimmunangriff schützen. Umgekehrt erhöhen raffinierter Zucker und Transfette Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein, was mit höheren Antikörperspiegeln bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse korreliert. Quellenverweis
Darmbarrierefunktion
Die Darmschleimhaut fungiert als selektive Barriere, die Nährstoffe durchlässt und gleichzeitig Krankheitserreger und unverdaute Nahrungspartikel blockiert. Wenn diese Barriere durchlässig wird, können größere Moleküle in den Blutkreislauf gelangen und Immunreaktionen auslösen. Bei Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit löst Gluten die Freisetzung von Zonulin aus, einem Protein, das die engen Verbindungen zwischen Darmzellen lockert und so die Darmpermeabilität erhöht. Dieser Effekt ist bei Menschen ohne Zöliakie begrenzter. Bei Menschen mit Hashimoto, die außerdem empfindlich auf Gluten reagieren, kann dies die Autoimmunaktivität verstärken. Einige Studien deuten darauf hin, dass glutenfreie Diäten die Schilddrüsenantikörper bei bestimmten Personen reduzieren können, insbesondere bei Personen mit gleichzeitiger Zöliakie oder nicht-zöliakiebedingter Glutenunverträglichkeit. Quellenverweis Quellenverweis Quellenverweis
Lebensmittel, die die Schilddrüsenfunktion unterstützen und Entzündungen reduzieren
Ein auf Entzündungen ausgerichteter Ernährungsplan bei Hashimoto setzt auf nährstoffreiche, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel. Sie sollen Bausteine für Schilddrüsenhormone liefern und die übermäßige Immunaktivität dämpfen.
Selenreiche Lebensmittel
Paranüsse, wild gefangener Fisch, Eier aus Freilandhaltung und Sonnenblumenkerne liefern Selen, das für die Umwandlung von T4 in T3 und den Schutz der Schilddrüse vor oxidativem Stress von entscheidender Bedeutung ist. Nur zwei Paranüsse täglich können den Selenbedarf decken, allerdings sollte die Zufuhr im Blick behalten werden, da ein Überschuss an Selen schädlich sein kann.
Zinkquellen
Austern, Rindfleisch aus Weidehaltung, Kürbiskerne und Kichererbsen liefern Zink, das die Empfindlichkeit des Schilddrüsenhormonrezeptors und die Funktion der Immunzellen unterstützt. Zinkmangel kommt bei Hashimoto häufig vor und korreliert mit höheren Antikörperspiegeln.
Omega-3-Fettsäuren
Fettreiche Fischarten wie Lachs, Sardinen und Makrele enthalten EPA und DHA, Omega-3-Fette, die die Produktion entzündlicher Zytokine reduzieren. Wer keinen Fisch isst, findet in Nahrungsergänzungsmitteln auf Algenbasis oder Leinsamen pflanzliche Alternativen. Die Vorlage weist dabei auf eine geringere Umwandlung in EPA und DHA hin.
Buntes Gemüse und Obst
Beeren, Blattgemüse, Süßkartoffeln und Paprika sind reich an Antioxidantien und Ballaststoffen. Diese Lebensmittel unterstützen die Darmgesundheit, indem sie nützliche Bakterien ernähren und die Vitamine A, C und E liefern, die vor oxidativen Schäden schützen. Die Mittelmeerdiät, bei der diese Lebensmittel im Vordergrund stehen, wurde in der Forschung mit niedrigeren Schilddrüsenantikörperwerten in Verbindung gebracht. Quellenverweis
Fermentierte Lebensmittel
Sauerkraut, Kimchi, Kefir und Joghurt (sofern Milchprodukte vertragen werden) enthalten Probiotika, die die Integrität der Darmbarriere und die Immunregulation unterstützen. Ein gesundes Mikrobiom trägt zur Modulation der Immunantwort bei und kann die Schwere von Autoimmunreaktionen verringern.
Knochenbrühe und Kollagen
Diese liefern Aminosäuren wie Glycin und Prolin, die die Reparatur der Darmschleimhaut unterstützen. Allein lösen sie die Probleme nicht. Regelmäßig verzehrt sollen sie im Rahmen einer entzündungshemmenden Ernährung dazu beitragen, die Funktion der Darmbarriere wiederherzustellen.
Welche Lebensmittel bei Hashimoto eingeschränkt werden sollen
Neben geeigneten Lebensmitteln behandelt die Vorlage auch solche, die zumindest vorübergehend reduziert oder weggelassen werden sollen. Ziel ist es, die individuelle Verträglichkeit zu beurteilen. Quellenverweis
Glutenhaltiges Getreide
Weizen, Gerste, Roggen und herkömmlicher Hafer enthalten Gluten, ein Protein, das die Darmpermeabilität erhöhen und bei anfälligen Personen Immunreaktionen auslösen kann. Einige kleine Studien deuten darauf hin, dass glutenfreie Diäten die Schilddrüsenantikörper bei Menschen mit Hashimoto reduzieren können, insbesondere bei Menschen mit gleichzeitiger Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2023 ergab jedoch, dass die Evidenz insgesamt noch begrenzt ist und kontrollierte Studien erforderlich sind. Auch ohne diagnostizierte Zöliakie kommt es bei manchen Menschen zu einer Besserung der Symptome durch die Eliminierung von Gluten. Als Möglichkeit zur Beurteilung der individuellen Reaktion nennt die Vorlage einen versuchsweisen Verzicht über mindestens 3–6 Monate. Quellenverweis
Konventionelle Milchprodukte
Laktose und Kasein, der Zucker und das Protein in Milchprodukten, können bei Menschen mit geschwächter Darmbarriere Entzündungen auslösen. Milchprodukte enthalten außerdem Hormone und Wachstumsfaktoren, die die Immunaktivität beeinflussen können. In einer Online-Umfrage unter Menschen mit Hashimoto berichtete die Mehrheit der Befragten, die auf Milchprodukte verzichteten, über eine subjektive Symptomverbesserung, obwohl diese Daten nicht in von Experten überprüften klinischen Studien validiert wurden. Bei einigen Personen kann es zu einem Rückgang der Schilddrüsenantikörper kommen, es sind jedoch noch kontrollierte Studien erforderlich. Wenn Milchprodukte verzehrt werden, kann die Wahl von Bio-Produkten aus Weidehaltung und fermentierten Optionen wie Joghurt oder Kefir die Verträglichkeit verbessern.
Verarbeitete Lebensmittel und raffinierter Zucker
Abgepackte Snacks, Fast Food, zuckerhaltige Getränke und Backwaren erhöhen den Blutzucker- und Insulinspiegel und fördern Entzündungen und oxidativen Stress. Eine hohe Zuckeraufnahme stört auch das Gleichgewicht des Darmmikrobioms und begünstigt entzündliche Bakterienarten. Diese Lebensmittel liefern leere Kalorien ohne die für die Schilddrüsenfunktion erforderlichen Mikronährstoffe. Quellenverweis
Überschüssiges Jod
Während Jod für die Produktion von Schilddrüsenhormonen unerlässlich ist, kann eine übermäßige Jodzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel oder Algen Hashimoto verschlimmern, indem sie die Schilddrüsenentzündung und die Antikörperproduktion erhöht. Der Autoimmunangriff bei Hashimoto macht die Schilddrüse empfindlicher gegenüber der Wirkung von Jod. Ohne nachgewiesenen Jodmangel empfiehlt die Vorlage daher, auf hochdosierte Jodpräparate zu verzichten und den Algenverzehr einzuschränken.
Sojaprodukte in großen Mengen
Soja enthält Isoflavone, die die Schilddrüsenperoxidase beeinträchtigen können, das Enzym, auf das Antikörper bei Hashimoto abzielen. Während moderate Mengen an fermentiertem Soja wie Tempeh oder Miso für die meisten Menschen wahrscheinlich verträglich sind, können große Mengen an nicht fermentierten Sojaprodukten (Tofu, Sojamilch, Sojaproteinisolate) die Produktion von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen, insbesondere bei Menschen mit Jodmangel.
Rohes Kreuzblütlergemüse im Übermaß
Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl und Kohl enthalten goitrogene, also kropffördernde Verbindungen, die bei rohem Verzehr in sehr großen Mengen die Jodaufnahme durch die Schilddrüse blockieren können. Das Kochen dieser Gemüsesorten reduziert die kropfbildende Aktivität erheblich. Für die meisten Menschen mit Hashimoto ist der mäßige Verzehr von gekochtem Kreuzblütlergemüse aufgrund der beschriebenen entzündungshemmenden und entgiftenden Eigenschaften sicher und vorteilhaft. Die Sorge entsteht vor allem bei übermäßigem Rohkostverzehr, etwa bei täglichen großen Grünkohl-Smoothies.
Warum sich dieselben Lebensmittel unterschiedlich auf Menschen auswirken
Nicht jeder Hashimoto-Betroffene reagiert gleich auf Ernährungsumstellungen. Individuelle Unterschiede sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die beeinflussen, wie der Körper Nahrung verarbeitet und Immunreaktionen auslöst.
Genetische Unterschiede
Variationen in Genen, die für die Immunfunktion, Entgiftungsenzyme und den Nährstoffstoffwechsel kodieren, beeinflussen die Verträglichkeit von Lebensmitteln. Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit bestimmten HLA-Genvarianten zusätzlich zu Hashimoto an Zöliakie erkranken, höher, weshalb die Eliminierung von Gluten für sie wichtiger ist. Genetische Unterschiede im Selenstoffwechsel können auch Einfluss darauf haben, wie effizient der Körper diesen Nährstoff nutzt.
Zusammensetzung des Darmmikrobioms
Die spezifischen Bakterienarten im Darm beeinflussen die Nährstoffaufnahme, die Immunsignale und die Integrität der Darmbarriere. Jemand mit Dysbiose (mikrobiellem Ungleichgewicht) reagiert möglicherweise stärker auf bestimmte Lebensmittel als jemand mit einem vielfältigen, ausgeglichenen Mikrobiom. Antibiotika, Stress und bisherige Ernährungsgewohnheiten prägen die Zusammensetzung des Mikrobioms.
Krankheitsstadium und Schweregrad
Im Frühstadium, wenn die Schilddrüse noch wenig geschädigt ist, können Ernährungsumstellungen anders wirken als bei einer fortgeschrittenen Erkrankung mit erheblicher Gewebezerstörung. Antikörperspiegel, Grad der Hypothyreose und das Vorhandensein anderer Autoimmunerkrankungen beeinflussen alle die Ernährungsbedürfnisse und -reaktionen.
Zusätzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Viele Menschen mit Hashimoto haben neben Gluten und Milchprodukten noch weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Eier, Nachtschattengewächse (Tomaten, Paprika, Auberginen), Nüsse und Getreide können bei manchen Menschen Symptome auslösen. Eliminationsdiäten mit anschließender systematischer Wiedereinführung helfen dabei, persönliche Auslöser zu identifizieren.
Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln
Die Aufnahme von Schilddrüsenhormon-Medikamenten kann durch bestimmte Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel beeinträchtigt werden. Kalzium, Eisen und Soja können die Aufnahme von Levothyroxin beeinträchtigen, wenn der zeitliche Abstand zur Medikamenteneinnahme zu gering ist. Kaffee kann bei manchen Menschen auch die Aufnahme verringern. Die Einnahme des Medikaments auf nüchternen Magen, mindestens 30–60 Minuten vor dem Essen, optimiert die Aufnahme.
Wie Laborwerte eine Ernährungsumstellung begleiten sollen
Verlaufskontrollen ausgewählter Laborwerte sollen helfen, die Wirkung einer Ernährungsumstellung auf Schilddrüsenfunktion, Entzündungen und allgemeine Gesundheit zu beurteilen. Zu den wichtigsten zu überwachenden Markern gehören TSH, freies T4, freies T3, TPO-Antikörper und Thyreoglobulin-Antikörper. Ihre Entwicklung während der Ernährungsumstellung soll zeigen, ob die gewählte Ernährung wirkt. Quellenverweis
Neben schilddrüsenspezifischen Werten liefern auch hochempfindliches C-reaktives Protein sowie Vitamin D, Ferritin, Vitamin B12 und Magnesium Hinweise auf Entzündungen und die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen. Ein niedriger Ferritinspiegel kann Müdigkeit und Haarausfall verschlimmern, selbst wenn die Schilddrüsenhormone optimiert sind. Die Behebung dieser Defizite durch gezielte Nahrungsmittelauswahl oder Nahrungsergänzung führt häufig zu einer wirksameren Verbesserung der Symptome als alleinige Anpassung der Medikamente. Quellenverweis Quellenverweis Quellenverweis Quellenverweis Quellenverweis
Die Entwicklung über längere Zeit ist aussagekräftiger als ein Einzelwert. Ein allmählicher Rückgang der Antikörperspiegel über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten durch Ernährungsumstellung wird hier als Hinweis auf eine verringerte Autoimmunaktivität gedeutet. Stabile oder sich verbessernde Schilddrüsenhormonspiegel können eine Anpassung der Medikation unter ärztlicher Aufsicht ermöglichen. Regelmäßige Tests alle 3–6 Monate während der Ernährungsumstellung sollen helfen, die Ernährungsweise weiter anzupassen.
Die Tests sollen damit sowohl die Diagnose unterstützen als auch Veränderungen erfassen und die weitere Ernährungsplanung anhand der körperlichen Reaktion ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Eier essen, wenn ich Hashimoto habe?
Eier sind nährstoffreich und liefern Selen, Vitamin D und Protein, die die Schilddrüsenfunktion unterstützen. Allerdings haben einige Menschen mit Hashimoto eine Empfindlichkeit gegenüber Eiern, die eine Entzündung auslösen kann. Bei einem entsprechenden Verdacht schlägt die Vorlage vor, Eier drei bis vier Wochen wegzulassen und die Beschwerden zu beobachten. Eine systematische Wiedereinführung soll anschließend die individuelle Verträglichkeit klären.
Sollte ich bei Hashimoto alle Kreuzblütlergemüse meiden?
Nein. Durch das Kochen von Kreuzblütlern wie Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl werden deren kropfbildende Verbindungen deutlich reduziert. Ein mäßiger Verzehr von gekochtem Kreuzblütlergemüse ist aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften und seines Nährstoffgehalts im Allgemeinen sicher und vorteilhaft. Bedenken hinsichtlich der Schilddrüsenfunktion betreffen vor allem einen übermäßigen Rohverzehr.
Ist Kaffee schlecht für Hashimoto?
Kaffee selbst ist nicht grundsätzlich schädlich, kann jedoch die Aufnahme von Schilddrüsenmedikamenten beeinträchtigen, wenn er kurz vor oder nach der Medikamenteneinnahme getrunken wird. Die Vorlage empfiehlt, Levothyroxin mindestens 30–60 Minuten vor dem Kaffee einzunehmen. Darüber hinaus kann übermäßiges Koffein die Nebennieren belasten und Angstzustände oder Schlafprobleme verschlimmern, was indirekt die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen kann. Ein mäßiger Konsum (1-2 Tassen täglich) wird für die meisten Menschen als verträglich beschrieben.
Wie lange dauert es, bis sich Ergebnisse einer Ernährungsumstellung zeigen?
Erste Verbesserungen der Symptome wie mehr Energie oder weniger Blähungen können innerhalb von 2–4 Wochen auftreten. Messbare Veränderungen der Schilddrüsenantikörper erfordern jedoch in der Regel drei bis sechs Monate konsequenter Ernährungsumstellung. Es kann sogar noch länger dauern, bis sich der Schilddrüsenhormonspiegel stabilisiert. Geduld und regelmäßige Überwachung durch Blutuntersuchungen helfen dabei, den Fortschritt genau zu verfolgen.
Muss ich Gluten für immer meiden, wenn ich Hashimoto habe?
Nicht unbedingt. Bei einer Zöliakie zusätzlich zu Hashimoto, ist ein lebenslanger Verzicht auf Gluten unerlässlich. Bei anderen kann eine versuchsweise Eliminierung über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten und eine anschließende vorsichtige Wiedereinführung hilfreich sein, um die individuelle Verträglichkeit zu ermitteln. Manche Menschen vertragen gelegentlich kleine Mengen Gluten, während andere sich bei strikter Vermeidung deutlich besser fühlen. Das Testen der Antikörperspiegel vor und nach der Eliminierung liefert objektive Daten.
Kann eine Diät allein Hashimoto verbessern?
Eine Diät kann Entzündungen erheblich reduzieren, den Antikörperspiegel senken und die Symptome verbessern, sie kann jedoch in der Regel bestehende Hashimoto-Erkrankungen nicht vollständig rückgängig machen oder zerstörtes Schilddrüsengewebe wiederherstellen. Die meisten Menschen benötigen weiterhin Medikamente zur Schilddrüsenhormonersatztherapie. Eine Optimierung der Ernährung kann jedoch im Laufe der Zeit den Medikamentenbedarf verringern, die Lebensqualität verbessern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Die Ernährung wirkt am besten als Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts, der Medikamente, Stressbewältigung und Schlafoptimierung umfasst.
Welche Nährstoffmängel treten bei Hashimoto am häufigsten auf und wie kann die Ernährung helfen?
Selen, Zink, Vitamin D und Eisen sind die Nährstoffe, bei denen laut Vorlage am häufigsten ein Mangel besteht. Jeder dieser Nährstoffe spielt eine spezifische Rolle bei der Produktion von Schilddrüsenhormonen, der Immunregulation oder beidem. Selen ist ein Cofaktor für Enzyme, die inaktives T4 in aktives T3 umwandeln und Schilddrüsenzellen vor oxidativen Schäden schützen – zwei Paranüsse pro Tag können helfen, den täglichen Bedarf zu decken; Zink unterstützt die Empfindlichkeit des Schilddrüsenhormonrezeptors und die T-Zell-Immunfunktion; Vitamin D wird mit der Modulation der Autoimmunaktivität in Verbindung gebracht und sein Mangel korreliert mit höheren Autoimmunmarkern; Eisen wird für die Aktivität der Schilddrüsenperoxidase benötigt, dem Enzym, das Schilddrüsenhormone produziert. Es wird empfohlen, vor der Nahrungsergänzung einen Test auf diese Mängel durchzuführen, da insbesondere ein Überschuss an Selen schädlich sein kann.
Welche Biomarker sollten Menschen mit Hashimoto neben Ernährungsumstellungen im Auge behalten?
TPO-Antikörper (TPOAk), Thyreoglobulin-Antikörper (TgAb), TSH, freies T3, freies T4, Selen, Zink, Vitamin D und Ferritin sind die klinisch relevantesten Marker zur Überwachung der Krankheitsaktivität und des Ernährungszustands bei Hashimoto. TPOAb und TgAb spiegeln die Intensität eines Autoimmunangriffs wider und können mit der Selenoptimierung abnehmen; TSH spiegelt die Reaktion der Hypophyse auf den Schilddrüsenhormonspiegel wider; freies T3 ist die aktive Form und einige Patienten zeigen normales T4, aber eine unzureichende T3-Umwandlung, ein Prozess, der selenabhängig ist. Ferritin spiegelt die Eisenspeicher wider, die für die Funktion der Schilddrüsenperoxidase benötigt werden, und hs-CRP ergänzt Hinweise auf systemische Entzündungen, die direkt durch die Ernährung beeinflusst werden.
Quellen
-
Huwiler VV, Maissen-Abgottspon S, Stanga Z, Mühlebach S, Trepp R, Bally L, Bano A (2024). Selenium Supplementation in Patients with Hashimoto Thyroiditis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. Thyroid : official journal of the American Thyroid Association, 34(3), 295-313. https://doi.org/10.1089/thy.2023.0556 Quellenverweis
-
Küçükemre Aydın B, Yıldız M, Akgün A, Topal N, Adal E, Önal H (2020). Children with Hashimoto’s Thyroiditis Have Increased Intestinal Permeability: Results of a Pilot Study. Journal of clinical research in pediatric endocrinology, 12(3), 303-307. https://doi.org/10.4274/jcrpe.galenos.2020.2019.0186 Quellenverweis
-
Drago S, El Asmar R, Di Pierro M, Grazia Clemente M, Tripathi A, Sapone A, Thakar M, Iacono G, Carroccio A, D’Agate C, Not T, Zampini L, Catassi C, Fasano A (2006). Gliadin, zonulin and gut permeability: Effects on celiac and non-celiac intestinal mucosa and intestinal cell lines. Scandinavian journal of gastroenterology, 41(4), 408-19. https://doi.org/10.1080/00365520500235334 Quellenverweis
-
Piticchio T, Frasca F, Malandrino P, Trimboli P, Carrubba N, Tumminia A, Vinciguerra F, Frittitta L (2023). Effect of gluten-free diet on autoimmune thyroiditis progression in patients with no symptoms or histology of celiac disease: a meta-analysis. Frontiers in endocrinology, 14, 1200372. https://doi.org/10.3389/fendo.2023.1200372 Quellenverweis
-
Ülker MT, Çolak GA, Baş M, Erdem MG (2024). Evaluation of the effect of gluten-free diet and Mediterranean diet on autoimmune system in patients with Hashimoto’s thyroiditis. Food science & nutrition, 12(2), 1180-1188. https://doi.org/10.1002/fsn3.3833 Quellenverweis