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IGF-1 DES: Wirkprinzip und fehlende klinische Belege

Klinische Prüfung ausstehend

IGF-1 DES ist ein experimentelles Wachstumsfaktor-Analogon. Die Daten stammen aus Labor- und Tierstudien; ein Nutzen für Muskelaufbau beim Menschen ist nicht belegt.

Was ist IGF-1 DES?

IGF-1 DES, kurz für DES(1-3) IGF-1, ist eine veränderte Form des insulinähnlichen Wachstumsfaktors-1. Die ersten drei Aminosäuren fehlen. Dadurch bindet der Stoff schwächer an die Proteine, die natürliches IGF-1 normalerweise regulieren, und wirkt in Laborsystemen stärker. Er wird als „Forschungschemikalie“ vertrieben und zur Leistungssteigerung beziehungsweise zum Muskelaufbau verwendet. Ein zugelassenes Arzneimittel ist er nicht. Quelle

Wie soll der Wirkstoff wirken?

IGF-1 DES wirkt am IGF-1-Rezeptor, dessen Signalweg an Muskelproteinsynthese und Gewebewachstum beteiligt ist. Wegen der geringeren Bindung an Transportproteine 1 wird eine stärkere lokale Aktivität als bei natürlichem IGF-1 angenommen. In Nagetierstudien wurden eine bessere Stickstoffbilanz und weniger Muskelproteinabbau beobachtet. In Zellkulturen dient der Stoff als stark wirksamer Wachstumsreiz. Daraus lässt sich kein erwiesener Nutzen beim Menschen ableiten. Mecasermin ist dagegen ein anderes Produkt mit vollständigem IGF-1 und als Arzneimittel für eine seltene Wachstumsstörung zugelassen; IGF-1 DES ist ein separates, nicht zugelassenes Analogon. Quelle

Ist der Wirkstoff von der FDA zugelassen?

Laut Ausgangstext ist IGF-1 DES nicht von der FDA zugelassen und hat auch keinen zugelassenen Status für die Rezepturherstellung. Es wird als Forschungschemikalie und zur Leistungssteigerung genutzt. Im Sport sind IGF-1 und seine Analoga nach der WADA-Liste jederzeit verboten.

Was zeigt die Forschung?

Die Evidenz ist präklinisch. Eine bei PubMed erfasste Tierstudie 2 berichtete eine verbesserte Stickstoffbilanz und einen verminderten Proteinabbau. Daneben wird das Peptid als stark wirksames Reagenz für Zellwachstumsversuche verwendet. Klinische Studien, die einen Nutzen für Muskelaufbau oder Leistungssteigerung beim Menschen belegen, fehlen.

Quellenangaben des Ausgangstextes

Sources: an animal study of IGF-1 and protein metabolism (Martin et al., American Journal of Physiology, 1991, DOI: 10.1152/ajprenal.1991.261.4.F626 2 ) and a review of performance peptides (Dominikowski et al., Frontiers in Endocrinology, 2026, DOI: 10.3389/fendo.2026.1822475 3 ), indexed on PubMed; and the WADA Prohibited List.

Herkunft und redaktioneller Prüfstatus

Für Nutrient Desk aus dem Ausgangsartikel übertragen. Die Aussagen und Quellenzuordnungen des Ausgangstextes sind noch klinisch zu prüfen. Dieser Entwurf ist nicht zur Indexierung freigegeben.