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Melanotan II: Wirkung und Risiken des nicht zugelassenen Peptids

Klinische Prüfung ausstehend

Was frühe Studien und Fallberichte über Melanotan II, Hautpigmentierung und mögliche Risiken zeigen.

Was ist Melanotan II?

Melanotan II ist ein synthetisches ringförmiges Peptid, das mehrere Melanocortinrezeptoren aktiviert: MC1R, MC3R, MC4R und MC5R. Gelegentlich wird es als „Barbie-Droge“ bezeichnet. Aus seiner Struktur wurde der zugelassene Wirkstoff Bremelanotid entwickelt. Melanotan II selbst wird über inoffizielle Vertriebswege als Injektionsmittel zur Hautbräunung und sexuellen Erregung angeboten. Es ist kein zugelassenes Arzneimittel. Quelle

Wie wirkt es?

Die angenommenen Wirkungen beruhen vor allem auf zwei Rezeptoren. MC1R auf Hautzellen fördert Pigmentbildung und Bräunung. MC4R im Gehirn ist an sexueller Erregung und Appetitregulation beteiligt. Die Erkenntnisse zu Sexualität und Appetit stammen überwiegend aus Tierexperimenten und frühen pharmakologischen Untersuchungen. Der Mechanismus belegt weder die Wirksamkeit noch die Sicherheit einer unkontrollierten Anwendung zu diesen Zwecken.

Ist Melanotan II von der FDA zugelassen?

Nein. Melanotan II ist nicht von der FDA zugelassen. Die Behörde hat bereits Warnschreiben zu injizierbaren Bräunungsmitteln mit Melanotan verschickt. Die Nominierung zur Rezepturherstellung wurde zurückgezogen. Daraufhin entfernte die FDA den Stoff im April 2026 aus ihrer Kategorie 2 und führt ihn als nominiert, aber zurückgezogen 1. Die zugelassenen Melanocortinpräparate Scenesse gegen eine seltene Lichtempfindlichkeitserkrankung und Vyleesi gegen vermindertes sexuelles Verlangen bei bestimmten Frauen sind eigenständige, regulierte Arzneimittel. Ihre Zulassungen gelten nicht für Melanotan II.

Was zeigt die Forschung?

Der Ausgangstext nennt keine kontrollierten Humanstudien, die eine Anwendung zur Bräunung oder Libidosteigerung stützen. Die klinische Literatur besteht überwiegend aus Fallberichten und ärztlichen Warnungen. Beschrieben wurden neue oder veränderte Muttermale und eine Verdunkelung pigmentierter Hautveränderungen nach Melanocortininjektionen zur Bräunung 2 3. Giftnotrufzentren und dermatologische Quellen berichten außerdem über Übelkeit, Hautrötung und weitere Wirkungen. Solche Berichte sind keine kontrollierten Studien. Hinzu kommt die ungewisse Qualität unregulierter Produkte.

Die ersten Humandaten stammen aus einer Pilotstudie von 1996 4 mit drei gesunden Männern. Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengefasst.

Die kleine Studie diente der Arzneimittelentwicklung und belegt nicht, dass über inoffizielle Kanäle bezogene Produkte sicher sind. Später wurde ein besonders schwerwiegender Hautbefund beschrieben: In einem Fallbericht 5 entwickelte eine hellhäutige 20-jährige Frau nach der Anwendung zusammen mit Solarienbesuchen ein Melanom. Der zeitliche Zusammenhang eines einzelnen Falls belegt für sich genommen keine Ursache.

Studien im Überblick

Befund Ergebnis
Verstärkte Pigmentierung Bei 2 der 3 Männer
Spontane Erektionen Dauerten 1 bis 5 Stunden
Leichte Übelkeit Trat bei den meisten Dosierungen auf
Schläfrigkeit und Müdigkeit vom Grad II Bei 1 von 2 Männern, deren Dosis bis zur höchsten Stufe gesteigert wurde

Quellenangaben des Ausgangstextes

Sources: case reports of pigmented-lesion changes after melanocortin tanning injections (Cardones and Grichnik, Archives of Dermatology, 2009, DOI: 10.1001/archdermatol.2008.623 2 ; Cousen et al., British Journal of Dermatology, 2009, DOI: 10.1111/j.1365-2133.2009.09362.x 3 ), indexed on PubMed; and FDA warning communications on injectable tanning products.

Herkunft und redaktioneller Prüfstatus

Für Nutrient Desk aus dem Ausgangsartikel übertragen. Die Aussagen und Quellenzuordnungen des Ausgangstextes sind noch klinisch zu prüfen. Dieser Entwurf ist nicht zur Indexierung freigegeben.