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Welche Warnzeichen deuten bei Frauen auf einen Herzinfarkt hin?

Klinische Prüfung ausstehend

Brustschmerzen oder ein unangenehmes Gefühl in der Brust sind auch bei Frauen das häufigste Anzeichen eines Herzinfarkts. Hinzukommen können Atemnot, ungewöhnliche Erschöpfung, Übelkeit sowie Schmerzen in Schulter, Rücken oder Arm. Diese Beschwerden können auch ohne Brustschmerzen auftreten. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst rufen, auch bei Unsicherheit oder milden Beschwerden: in Deutschland und der EU unter **112**, in den USA unter **911**.

Brustschmerzen oder ein unangenehmes Gefühl in der Brust sind auch bei Frauen das häufigste Anzeichen eines Herzinfarkts. Dazu können Atemnot, ungewöhnliche Erschöpfung, Übelkeit und Schmerzen in Schulter, Rücken oder Arm kommen. Diese Beschwerden können auch ohne Brustschmerzen auftreten. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst rufen, auch bei Unsicherheit oder milden Beschwerden: in Deutschland und der EU unter 112, in den USA unter 911.

Frühe Warnzeichen eines Herzinfarkts bei Frauen

Brustschmerzen oder andere Brustbeschwerden stehen auch bei Frauen als Warnzeichen im Vordergrund. Weitere Beschwerden, von denen Frauen vor einem Infarkt berichten, sind oft weniger auffällig. Häufiger als Männer nennen Frauen zusätzlich Schmerzen in Schulter, Rücken oder Arm, Atemnot, ungewöhnliche Müdigkeit, Magenbeschwerden und Angstgefühle. Alle diese Symptome können mit oder ohne Brustschmerzen auftreten. Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, NHLBI: Heart Attacks in Women.

Bei einem Herzinfarkt, medizinisch Myokardinfarkt, wird die Blutversorgung eines Teils des Herzmuskels plötzlich blockiert. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Frauen in den USA die häufigste Todesursache. Wenn Beschwerden auf einen Herzinfarkt hindeuten, ist sofort ein Notruf nötig, auch solange ihre Ursache unklar ist: 112 in Deutschland und der EU, 911 in den USA. MedlinePlus: Heart Attack, Stellungnahme der American Heart Association.

Wie sich Brustschmerzen bei einem Herzinfarkt anfühlen

Die Schmerzen oder Beschwerden treten meist in der Mitte oder auf der linken Seite des Brustkorbs auf und dauern länger als einige Minuten. Sie können nachlassen und wiederkehren. Frauen beschreiben sie als Druck, Enge, Völlegefühl oder dumpfen Schmerz. Mitunter ähnelt das Gefühl Sodbrennen. MedlinePlus: Heart Attack.

Ein Herzinfarkt muss nicht mit plötzlichen, heftigen Schmerzen beginnen. Die Symptome können sich langsam entwickeln, mild bleiben und über mehrere Stunden kommen und gehen. Manchmal ist Atemnot das einzige Symptom; sie kann auch vor den Brustbeschwerden einsetzen. MedlinePlus: Heart Attack, NHLBI: Symptoms.

Bei einer stabilen Angina pectoris wird der Herzmuskel vorübergehend unzureichend mit Blut versorgt. Die dadurch ausgelösten Brustbeschwerden lassen üblicherweise innerhalb weniger Minuten durch Ruhe oder Medikamente nach. Bei einem Herzinfarkt können die Beschwerden anhalten, aber ebenfalls vorübergehend abklingen. Eine Besserung schließt einen Infarkt deshalb nicht sicher aus. Bei akutem Verdacht kann nur eine notfallmedizinische Untersuchung die Ursache klären. NHLBI: Symptoms.

Weniger auffällige Symptome bei Frauen

Weniger auffällige Beschwerden werden leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Sie können Brustschmerzen begleiten oder ohne sie auftreten. NHLBI: Heart Attacks in Women.

  • Atemnot: Das Atmen fällt in Ruhe oder bei leichter körperlicher Aktivität schwer. NHLBI: Symptoms.
  • Ungewöhnliche Erschöpfung: Die Müdigkeit bessert sich durch Schlaf nicht und hält manchmal tagelang an. NHLBI: Symptoms.
  • Schmerzen im Oberkörper: Sie können einen oder beide Arme, den Rücken, die Schultern, den Nacken oder den Kiefer betreffen. MedlinePlus: Heart Attack.
  • Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden: Möglich sind ein flaues Gefühl im Magen, Erbrechen oder Magenbeschwerden.
  • Schwindel: Plötzlich tritt Benommenheit auf oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden.
  • Kalter Schweiß: Das Schwitzen beginnt ohne erkennbaren Anlass. NHLBI: Symptoms.
  • Angst oder innere Unruhe: In Berichten über frühe Beschwerden wurden sie nach Erschöpfung und Schlafstörungen genannt. Daraus lässt sich keine feste zeitliche Abfolge der Symptome ableiten. Systematische Übersichtsarbeit zu frühen Symptomen.
  • Schlafstörungen: Als frühe Beschwerden wurden Schlafprobleme häufiger berichtet als Brustschmerzen. Systematische Übersichtsarbeit zu frühen Symptomen.

Beschwerden können Tage oder Wochen vor einem Herzinfarkt beginnen

Viele Frauen erinnern sich nach einem Herzinfarkt an Beschwerden in den Wochen davor. In einer Untersuchung mit 515 Frauen berichteten 95 % über vorausgehende Symptome. Zu den häufigsten Beschwerden, die sie bereits mehr als einen Monat zuvor bemerkt hatten, gehörten ungewöhnliche Erschöpfung mit 70,7 %, Schlafstörungen mit 47,8 % und Atemnot mit 42,1 %. Über Brustbeschwerden zu diesem frühen Zeitpunkt berichteten 29,7 %. McSweeney et al., Blakeman und Booker.

Diese Zahlen beruhen auf rückblickenden Erinnerungen. Sie erlauben weder, einen bevorstehenden Infarkt vorherzusagen, noch seinen Zeitpunkt zu bestimmen. Ob solche Beschwerden ein zukünftiges Ereignis zuverlässig ankündigen, bleibt offen. Manche Herzinfarkte verlaufen ohne Symptome oder mit sehr milden Beschwerden. Solche „stummen“ Infarkte kommen bei älteren Erwachsenen häufiger vor. Auch bei wenigen oder fehlenden Beschwerden kann der Schaden am Herzen erheblich sein. McSweeney et al., NHLBI: Symptoms.

Herzinfarktsymptome bei Frauen und Männern im Vergleich

Bei Frauen und Männern können grundsätzlich dieselben Symptome auftreten. Einzelne Beschwerden sind jedoch unterschiedlich häufig.

Brustschmerzen sind bei beiden Geschlechtern das häufigste Symptom. In einer Studie mit jüngeren Betroffenen berichteten 87 % der Frauen und 89,5 % der Männer darüber. In einer anderen Untersuchung kamen Frauen häufiger ohne Brustschmerzen ins Krankenhaus: 42 % gegenüber 30,7 % der Männer. Diese Zahlen stammen aus unterschiedlichen Gruppen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar. Frauen berichten außerdem statistisch signifikant häufiger über Erschöpfung, Nackenschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Kieferschmerzen. Coventry et al., Canto et al., VIRGO-Studie.

Symptom Bei Männern Bei Frauen
Brustschmerzen oder Brustbeschwerden Das häufigste Symptom Ebenfalls das häufigste Symptom, fehlen aber häufiger als bei Männern
Armschmerzen Schmerzen im rechten Arm werden seltener berichtet Schmerzen können einen oder beide Arme betreffen und auf beiden Seiten auftreten
Kiefer- oder Nackenschmerzen Werden seltener berichtet Schmerzen können im Kiefer, Nacken oder oberen Rücken auftreten
Atemnot Wird seltener berichtet Wird häufiger berichtet, in Ruhe oder bei leichter Aktivität
Erschöpfung Wird seltener berichtet Mitunter besteht schon tagelang vor dem Ereignis Müdigkeit
Übelkeit Wird seltener berichtet Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden nach dem Essen

Die Unterschiede betreffen die Häufigkeit der Symptome. Welche Beschwerden im Einzelfall auftreten, lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten. Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zu Geschlechtsunterschieden.

Warum Herzinfarktsymptome bei Frauen übersehen werden

Manche Symptome ähneln Beschwerden bei Stress, Reflux, also dem Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre, oder in der Perimenopause, der Übergangsphase rund um die letzte Regelblutung. Deshalb werden sie leicht diesen Ursachen zugeschrieben. In der VIRGO-Studie führten Frauen ihre Beschwerden fast doppelt so häufig auf Stress oder Angst zurück wie Männer: 20,9 % gegenüber 11,8 %. Wenn Frauen ihr eigenes Risiko für eine Herzerkrankung falsch einschätzen oder andere Verpflichtungen voranstellen, kann auch das dazu beitragen, dass sie später medizinische Hilfe suchen. Lichtman et al., 2015, VIRGO-Studie.

Auch in der medizinischen Versorgung kann es zu Verzögerungen kommen. Von den Frauen, die schon vor dem Infarkt Hilfe gesucht hatten, berichteten 53 %, die behandelnde Fachperson habe ihre Beschwerden nicht für herzbedingt gehalten. Bei den Männern waren es 37 %. Bei jüngeren Frauen spielen neben Ablagerungen, die die Herzkranzgefäße verengen, auch andere Infarktursachen eine bedeutende Rolle. Dazu gehören eine Koronardissektion, bei der sich Schichten der Gefäßwand aufspalten, ein Gefäßkrampf und eine Embolie, bei der eingeschwemmtes Material ein Gefäß verschließt. VIRGO-Studie, Stellungnahme zu akuten Koronarsyndromen bei prämenopausalen Frauen.

Wann der Notruf nötig ist und was bis zum Eintreffen der Hilfe zu tun ist

Bei Beschwerden, die auf einen Herzinfarkt hindeuten, sofort den Rettungsdienst rufen: 112 in Deutschland und der EU, 911 in den USA. Das gilt auch bei Unsicherheit und milden Symptomen. Wer abwartet, ob die Beschwerden von selbst verschwinden, riskiert eine Verzögerung der notwendigen Behandlung. NHLBI: Symptoms.

  • Den Rettungsdienst unter 112 beziehungsweise in den USA unter 911 rufen. Nicht selbst fahren und sich auch nicht privat ins Krankenhaus bringen lassen. Ein Rettungswagen ist bei Herzinfarktverdacht der sicherste Weg in die Klinik. NHLBI: Symptoms.
  • Notieren, wann die Beschwerden begonnen haben.
  • Die Haustür aufschließen und an einem Ort bleiben, den die Rettungskräfte erreichen können.
  • Hinsetzen, ruhen und möglichst ruhig bleiben. MedlinePlus: Heart Attack First Aid.
  • Aspirin, also Acetylsalicylsäure, nur einnehmen, wenn die Notrufleitstelle dazu auffordert. MedlinePlus: Heart Attack First Aid.

Was das Herzinfarktrisiko einer Frau erhöht

Einige Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Andere, etwa das Alter und die familiäre Vorgeschichte, sind nicht veränderbar. MedlinePlus: Heart Attack.

  • Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker: Erhöhte Werte gehören zu den Risikofaktoren.
  • Rauchen: Auch die Belastung über viele Jahre spielt eine Rolle.
  • Gewicht und Bewegungsmangel: Adipositas, also starkes Übergewicht, und geringe körperliche Aktivität erhöhen das Risiko.
  • Chronischer Stress: Eine anhaltende psychische Belastung zählt ebenfalls zu den Risikofaktoren.
  • Familiäre Vorgeschichte: Relevant ist beispielsweise, ob eine nahe verwandte Person früh an einer Herzerkrankung erkrankt ist.
  • Schwangerschaften und Menopause: Schwangerschaftskomplikationen und der Zeitpunkt der letzten Regelblutung können mit dem späteren Risiko zusammenhängen.

Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Adipositas und Stress erhöhen das Herzinfarktrisiko. Wie stark sie sich auswirken, kann sich zwischen Frauen und Männern unterscheiden. Präeklampsie, eine Schwangerschaftskomplikation mit Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes und eine Frühgeburt wurden jeweils mit einem mindestens doppelt so hohen Risiko für eine spätere ischämische Herzerkrankung in Verbindung gebracht. Damit sind Herzerkrankungen gemeint, bei denen das Herz unzureichend mit Blut versorgt wird. Solche Zusammenhänge erlauben keine Vorhersage darüber, ob eine einzelne Frau erkranken wird. Übersichtsarbeit zur reproduktiven Gesundheit und späteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, NHLBI: Heart Attacks in Women.

Wie Frauen ihr Risiko senken können

Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte gehören zu den wesentlichen Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Häufig verursachen sie keine spürbaren Beschwerden. Die US-amerikanische Patienteninformation des NHLBI empfiehlt den meisten Erwachsenen, ihren Blutdruck mindestens einmal jährlich kontrollieren zu lassen. Als hoch nennt sie einen systolischen Blutdruck ab 140 mm Hg oder einen diastolischen Blutdruck ab 90 mm Hg. Der systolische Wert beschreibt den Druck, während das Herz Blut pumpt, der diastolische den Druck zwischen den Herzschlägen. Bei weiteren Risikofaktoren ordnet die Information auch systolische Werte von 130 bis 139 mm Hg oder diastolische Werte von 80 bis 89 mm Hg als hoch ein. Diese Einordnung bezieht sich auf die US-amerikanische Patienteninformation. NHLBI: Get Your Blood Pressure and Cholesterol Checked.

Auch knapp unter diesen Grenzwerten kann ein Risiko bestehen. Eine Blutuntersuchung der Blutfette erfasst Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride. LDL und HDL sind unterschiedliche Partikel, die Cholesterin transportieren; Triglyceride sind eine weitere Gruppe von Blutfetten. Wie häufig diese Untersuchung sinnvoll ist, wird ärztlich festgelegt. Eine längere Stilldauer ist ebenfalls mit einem niedrigeren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Dieser beobachtete Zusammenhang allein belegt jedoch keinen ursächlichen Schutz. Regelmäßige Kontrollen können helfen, Risiken zu erkennen und eine Behandlung zu planen. Vollständig beseitigt keine der genannten Maßnahmen das Risiko. Übersichtsarbeit zur reproduktiven Gesundheit, NHLBI: Get Your Blood Pressure and Cholesterol Checked.

Bei akuten Warnzeichen ist unabhängig von bekannten Blutwerten und regelmäßigen Kontrollen ein Notruf nötig.

Häufig gestellte Fragen

Wie fühlen sich Beschwerden vor einem Herzinfarkt bei einer Frau an?

Frühe Beschwerden können alltäglich wirken. Frauen beschreiben ungewöhnliche Müdigkeit, die sich durch Schlaf nicht bessert, Atemnot in Ruhe oder bei leichter Aktivität, gestörten Schlaf und innere Unruhe. Brustbeschwerden können sich wie Druck, Enge, Völlegefühl oder Sodbrennen anfühlen. Sie können nachlassen und wiederkehren. Für all diese Beschwerden kommen auch andere Ursachen infrage. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort 112 wählen, in den USA 911, auch wenn Unsicherheit besteht. MedlinePlus: Heart Attack, NHLBI: Symptoms.

Was sind die ersten Anzeichen eines leichten Herzinfarkts bei einer Frau?

Aus der Stärke der Symptome lässt sich nicht ableiten, wie schwer ein Herzinfarkt ist. Auch milde Beschwerden können ein medizinisch schwerwiegendes Ereignis begleiten. Die Symptome können langsam beginnen und über mehrere Stunden kommen und gehen. Dazu zählen Brustbeschwerden, Atemnot, ungewöhnliche Erschöpfung, Übelkeit und Schmerzen in Schulter, Rücken oder Arm. Auch ein einzelnes dieser Symptome kann auf einen Herzinfarkt hinweisen. Bei entsprechendem Verdacht sofort den Notruf unter 112 beziehungsweise in den USA unter 911 wählen. NHLBI: Symptoms, NHLBI: Heart Attacks in Women.

Welche Symptome hat ein „Mini-Herzinfarkt“ bei einer Frau?

„Mini-Herzinfarkt“ ist kein medizinisch definierter Begriff. Umgangssprachlich sind damit häufig wenig auffällige Beschwerden gemeint, etwa Atemnot, ungewöhnliche Erschöpfung, Übelkeit oder Schmerzen im Oberkörper. Manche Herzinfarkte verursachen keine Symptome oder nur sehr milde Beschwerden. Auch dann bleibt ein akuter Herzinfarkt ein Notfall. NHLBI: Symptoms.

Wo treten bei einem Herzinfarkt typischerweise Schmerzen auf?

Brustschmerzen treten meist in der Mitte oder auf der linken Seite des Brustkorbs auf und dauern länger als einige Minuten. Beschwerden sind auch in einem oder beiden Armen, im Rücken, in den Schultern, im Nacken, im Kiefer oder im Oberbauch möglich. Frauen berichten statistisch signifikant häufiger als Männer über Nackenschmerzen, Kieferschmerzen und begleitende Übelkeit. MedlinePlus: Heart Attack, Coventry et al..

Kann eine Frau schon einen Monat vor einem Herzinfarkt Symptome haben?

Ja, Frauen haben rückblickend häufig von solchen Beschwerden berichtet. Von 515 Frauen mit einem bestätigten Herzinfarkt gaben 95 % vorausgehende Symptome an. Für die Zeit mehr als einen Monat vor dem Infarkt nannten sie am häufigsten ungewöhnliche Erschöpfung mit 70,7 %, Schlafstörungen mit 47,8 % und Atemnot mit 42,1 %. Ob diese Beschwerden einen zukünftigen Herzinfarkt vorhersagen können, ist ungeklärt. Die Zahlen beruhen auf Erinnerungen nach einem Infarkt und geben nicht zuverlässig an, wie viel Zeit zwischen ersten Beschwerden und einem Infarkt liegt. McSweeney et al..

Wie lange dauern Beschwerden vor einem Herzinfarkt bei Frauen?

Es gibt kein festes Zeitfenster. Akute Symptome können über mehrere Stunden kommen und gehen. Frauen erinnern sich außerdem an Erschöpfung, Schlafstörungen und Atemnot, die schon Wochen zuvor auftraten. Wenn Brustbeschwerden länger als einige Minuten anhalten oder nachlassen und wiederkehren, ist bei Herzinfarktverdacht ein Notruf unter 112 nötig, in den USA unter 911. MedlinePlus: Heart Attack, Blakeman und Booker, NHLBI: Symptoms.

Können Herzinfarktschmerzen bei Frauen in den linken Arm ausstrahlen?

Ja. Die Beschwerden können jedoch einen oder beide Arme betreffen und auch im Rücken, in den Schultern, im Nacken oder im Kiefer auftreten. Frauen berichten statistisch signifikant häufiger als Männer über Schmerzen im rechten Arm, Erschöpfung und Schwindel. Auch ohne Brustschmerzen können Armschmerzen auf einen Herzinfarkt hindeuten. Bei diesem Verdacht sofort 112 wählen, in den USA 911. MedlinePlus: Heart Attack, Coventry et al..

Kann ein Herzinfarkt völlig ohne Symptome auftreten?

Ja. Ein stummer Herzinfarkt verursacht keine oder nur sehr milde Symptome. Er kommt bei älteren Erwachsenen und bei Menschen mit Diabetes häufiger vor. Frauen kommen zudem häufiger als Männer ohne Brustschmerzen ins Krankenhaus: In einer Untersuchung waren es 42,0 % gegenüber 30,7 %. Ohne Brustschmerzen können allerdings andere Symptome vorhanden sein. Ein Herzinfarkt kann aber auch stattgefunden haben, ohne erkennbare Beschwerden zu verursachen. Canto et al., NHLBI: Symptoms.

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