Kupfertripeptid-1 in der Hautpflege: Was GHK-Cu leisten kann
Klinische Prüfung ausstehend
GHK-Cu wird in Kosmetika für ein glatteres, festeres Hautbild eingesetzt. Die Mechanismen sind besser untersucht als die Wirkung fertiger Produkte.
Was ist Kupfertripeptid-1?
Kupfertripeptid-1 besteht aus den Aminosäuren Glycin, Histidin und Lysin, die zusammen ein Peptid bilden und an ein Kupferion gebunden sind. Der Peptidanteil heißt GHK, kommt natürlicherweise im Körper vor und nimmt mit dem Alter ab. In seiner kupfergebundenen Form GHK-Cu gehört er zu den seit Langem untersuchten Kupferpeptiden in der Hautpflege. Er wird in Kosmetika eingesetzt, die mit Hauterneuerung und Regeneration werben. Der hier beschriebene Einsatz ist kosmetisch. Quelle
Wie soll Kupfertripeptid wirken?
Laborstudien deuten darauf hin, dass Kupfertripeptid-1 Hautzellen zur Erneuerung der stützenden Gewebematrix anregt. In Zell- und Tierstudien 1 wurden folgende Wirkungen von GHK-Cu beschrieben:
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Es regt Fibroblasten zur Bildung von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen an. Diese Moleküle geben der Haut Struktur und binden Wasser.
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Es beeinflusst die Regulation von Enzymen, die diese Matrix abbauen.
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Es liefert Kupfer, das an der Gewebereparatur beteiligt ist.
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In Tiermodellen wurden antioxidative Eigenschaften und eine Unterstützung der Wundheilung beobachtet.
Übersichtsarbeiten beschreiben weitere Wirkungen aus Zell- und Tierexperimenten. Untersuchungen der Genexpression 2 bringen GHK mit entzündungshemmenden Effekten, verstärkter Blutgefäßbildung und Veränderungen zahlreicher reparaturbezogener Gene in Verbindung. Diese systemischen, präklinischen Befunde lassen sich nicht unmittelbar auf die äußerliche Anwendung eines Kosmetikprodukts übertragen.
Aufgrund dieser Eigenschaften wird GHK-Cu in Produkten eingesetzt, die die Haut fester, glatter und gleichmäßiger erscheinen lassen sollen. Die beschriebenen Wirkmechanismen stammen aus Labor- und Tierstudien. Bei fertigen Kosmetika beziehen sich die beanspruchten Vorteile auf das Hautbild, nicht auf eine medizinische Gewebereparatur.
Ist Kupfertripeptid von der FDA zugelassen?
Für den hier behandelten kosmetischen Einsatz ist laut Ausgangstext keine Arzneimittelzulassung erforderlich. Die US-Behörde FDA genehmigt kosmetische Inhaltsstoffe nicht vorab wie Arzneimittel. Kosmetische Aussagen dürfen sich auf Aussehen und Hautgefühl beziehen. Aussagen über eine Veränderung der Körperstruktur oder -funktion können dagegen zur Einstufung als Arzneimittel führen. Kupfertripeptid-1 wird hier als Inhaltsstoff zur Verbesserung des Hautbilds betrachtet.
Wofür wird es verwendet?
Kupfertripeptid-1 findet sich in Anti-Aging-Seren, Cremes und Pflegeprodukten nach kosmetischen Eingriffen sowie in manchen Haar- und Kopfhautprodukten. Die Produkte sollen die Haut fester und dichter erscheinen lassen, feine Linien weniger sichtbar machen und die Oberfläche glätten. Nach kosmetischen Behandlungen wird auch mit einem beruhigten Hautbild geworben.
Was zeigen die Studien?
Die Wirkmechanismen sind umfangreich untersucht; unabhängige klinische Daten zu sichtbaren Hautveränderungen sind deutlich begrenzter. Bei PubMed erfasste Übersichtsarbeiten 3 fassen zahlreiche Labor- und Tierstudien zusammen, in denen GHK-Cu die Matrixbildung und Wundheilung förderte. Viele dieser Arbeiten stehen allerdings mit kommerziellen Entwicklern des Inhaltsstoffs in Verbindung.
Eine unabhängige randomisierte Studie mit 13 Personen 4 untersuchte GHK-Cu-Hautpflege nach einer CO2-Laserbehandlung. Verblindete Beurteilende fanden keinen statistisch signifikanten Unterschied bei Rötung oder Hautqualität. Die Teilnehmenden selbst bewerteten ihre allgemeine Hautqualität jedoch besser (p = 0,04). Belastbare unabhängige Belege für einen sichtbaren kosmetischen Nutzen bleiben damit begrenzt.
Einige Tierstudien untersuchten GHK-Cu außerdem als Injektion. Diese systemischen, präklinischen Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengefasst.
Beide Untersuchungen wurden an Tieren durchgeführt. Sie belegen keine Wirkung einer systemischen Anwendung beim Menschen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Kupfertripeptid-1 wird auf der Haut im Allgemeinen gut vertragen. Sehr hohe Kupferkonzentrationen können reizen. Starke Säuren, etwa hoch konzentriertes Vitamin C oder bestimmte Peelings, können den Inhaltsstoff destabilisieren, wenn Produkte übereinander aufgetragen werden. Das betrifft laut Ausgangstext vor allem die Formulierung und Wirksamkeit. Empfindliche Haut kann auf jedes neue Produkt reagieren; ein vorsichtiger Test an einer kleinen Hautstelle kann deshalb sinnvoll sein. Quelle
Studien im Überblick
| Tiermodell | Ergebnis |
|---|---|
| Ratten nach Rekonstruktion eines Kniebands | Wöchentliche Gelenkinjektionen über 4 Wochen [5] verringerten nach 6 Wochen den Unterschied in der Kniegelenklaxität gegenüber Kochsalzlösung (p = 0,009). Nach 12 Wochen war der Unterschied nicht mehr signifikant. |
| Mäuse mit durch Lipopolysaccharide ausgelöster akuter Lungenschädigung | GHK-Cu senkte TNF-alpha und IL-6 durch Hemmung von NF-κB p65 und p38 MAPK [6]. |
Quellenangaben des Ausgangstextes
Sources: review articles on GHK-Cu biology (Pickart and Margolina, BioMed Research International, 2015, DOI: 10.1155/2015/648108 1 ; Pickart, Journal of Biomaterials Science, 2008, DOI: 10.1163/156856208784909435 3 ); and an independent randomized post-laser trial (Miller et al., Archives of Facial Plastic Surgery, 2006, DOI: 10.1001/archfaci.8.4.252 4 ), all indexed on PubMed.
Herkunft und redaktioneller Prüfstatus
Für Nutrient Desk aus dem Ausgangsartikel übertragen. Die Aussagen und Quellenzuordnungen des Ausgangstextes sind noch klinisch zu prüfen. Dieser Entwurf ist nicht zur Indexierung freigegeben.