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CagrilintideAmylinanalogon in klinischer Erforschung

Cagrilintid ist ein lang wirkendes Analogon von Amylin. Dieses Hormon ist an der Sättigung nach einer Mahlzeit beteiligt. Studien zu Cagrilintid allein müssen von Studien zur Kombination mit Semaglutid getrennt werden.

Was ist Cagrilintide?

Cagrilintid ist ein lang wirkendes Amylinanalogon, das zum Gewichtsmanagement untersucht wird. Es wird auch in Kombination mit Semaglutid erforscht.

Wie es wirkt

Amylinsignale tragen zur Sättigung bei und beeinflussen die Reaktionen von Magen und Glucagon auf Nahrung.

Untersuchte Wirkungen

Gewichtsreduktion

Eine 26-wöchige Phase-2-Studie randomisierte 706 Erwachsene ohne Diabetes auf Cagrilintid-, Liraglutid- und Placebogruppen. In der Analyse unter Annahme der Therapietreue lag der mittlere Gewichtsverlust je nach Cagrilintiddosis bei 6,0–10,8 %, gegenüber 3,0 % unter Placebo. Novo Nordisk finanzierte die Studie. 1

Evidenz: Klinische Forschung zum Gewichtsmanagement; Monotherapiebefunde müssen von Kombinationsergebnissen getrennt bleiben.

Was zeigt die Studienlage?

Phase-2-Monotherapiestudie und Monotherapiearm in Phase 3 REDEFINE 1

Ein weiterer Weg zur Sättigung

Amylin wird normalerweise zusammen mit Insulin freigesetzt und hilft, die Reaktion auf eine Mahlzeit zu koordinieren. Zu seinen Wirkungen gehören Sättigungssignale sowie Einflüsse auf Magenentleerung und Glucagonfreisetzung. Cagrilintid soll diese Signalübertragung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Was die Einzelwirkstoffstudie zeigte

Eine 26-wöchige Phase-2-Studie randomisierte 706 Erwachsene ohne Diabetes auf Cagrilintid-, Liraglutid- und Placebogruppen. In der Analyse unter Annahme der Therapietreue lag der mittlere Gewichtsverlust je nach Cagrilintiddosis bei 6,0–10,8 %, gegenüber 3,0 % unter Placebo. Novo Nordisk finanzierte die Studie. 1

REDEFINE 1 enthielt später neben der Kombination und weiteren Vergleichsgruppen auch eine Cagrilintid-Monotherapiegruppe. Die Evidenz beschränkt sich damit nicht mehr auf diese frühe Phase-2-Studie. 2

Warum die Kombination einen eigenen Eintrag hat

CagriSema kombiniert Cagrilintid mit Semaglutid, das am GLP-1-Rezeptor wirkt. Die Ergebnisse dieser Kombination können nicht vollständig Cagrilintid allein zugeschrieben werden. Ebenso sagt eine Einzelwirkstoffstudie nicht genau voraus, wie zwei Medikamente zusammen wirken. Die Vergleichsgruppen bestimmen, was eine Studie aussagen kann.

Wie gut sich die Behandlung langfristig vertragen lässt

In der Phase-2-Studie traten Magen-Darm-Ereignisse bei 41–63 % unter Cagrilintid und 32 % unter Placebo auf. Häufig waren Übelkeit, Verstopfung, Durchfall und Reaktionen an der Injektionsstelle. Eine 26-wöchige Studie klärt die langfristige Sicherheit nicht abschließend. 1

Sicherheit & Status

In der Phase-2-Studie traten Magen-Darm-Ereignisse bei 41–63 % unter Cagrilintid und 32 % unter Placebo auf. Häufig waren Übelkeit, Verstopfung, Durchfall und Reaktionen an der Injektionsstelle. Eine 26-wöchige Studie klärt die langfristige Sicherheit nicht abschließend. 1

Status nach Land und Produkt

Die länderspezifische Verfügbarkeit und Zulassung von Produkten müssen gesondert anhand aktueller Informationen geprüft werden.

Häufige Fragen

Ist Cagrilintid ein GLP-1-Medikament?

Es zielt auf Amylinsignale ab und ist kein GLP-1-Rezeptoragonist.

Ist es dasselbe wie CagriSema?

Nein. CagriSema kombiniert Cagrilintid mit Semaglutid; Evidenz für die Kombination ist kein Ergebnis für Cagrilintid allein.

Quellen

Dieser Eintrag wurde aus unserem Forschungsarchiv neu geschrieben. Die Quellen unten sind Lesehinweise, sofern keine abgeschlossene Prüfung ausdrücklich vermerkt ist; eine vollständige unabhängige Prüfung von Evidenz und Zulassung steht noch aus.

  1. Lau et al. (2021): Once-weekly cagrilintide for weight management; phase 2 trial Primary research · PubMed abstract; full paper and supplements not reviewed; checked 2026-10-29
  2. Garvey et al. (2025): REDEFINE 1, including a cagrilintide monotherapy group Primary research · PubMed abstract; full paper and supplements not reviewed; checked 2026-10-29
Herkunft der Recherche

Dieser Name stammt aus dem Peptidverzeichnis von Superpower, archiviert am 26. Oktober 2026. Die dortigen Bewertungen und Gutachterangaben haben wir nicht übernommen. Das Archiv diente als Ausgangspunkt für diesen eigenen redaktionellen Entwurf; die unabhängige Quellenprüfung steht noch aus.