Fluorid
Fluorid ist die ionische Form des Elements Fluor und kommt in Trinkwasser, Tee und Meeresfisch vor. Der Körper baut es in Zahnschmelz und Knochen ein.
Welche europäischen Sicherheitswerte gelten?
Die EFSA legte 2025 für Menschen über acht Jahre einschließlich Schwangerer eine sichere Zufuhrmenge von 3,3 mg täglich fest. Für jüngere Kinder gelten Höchstmengen: 1 mg unter einem Jahr, 1,6 mg von einem bis drei Jahren und 2 mg von vier bis acht Jahren. Gemeint ist das insgesamt geschluckte Fluorid, keine zusätzliche Menge für Präparate. 1
Was kann bei zu hoher Aufnahme passieren?
Zu viel geschlucktes Fluorid während der Zahnentwicklung kann eine Dentalfluorose verursachen: Veränderungen des Zahnschmelzes, die bei höherer Belastung stärker ausfallen können. Die EFSA bewertet die Aufnahme durch Verschlucken, auch von Zahnpasta, nicht allein die sachgerechte Anwendung an der Zahnoberfläche. 1 2
Was ist zur Entwicklung des Nervensystems bekannt?
Die EFSA sieht Hinweise auf mögliche Auswirkungen auf das sich entwickelnde Nervensystem bei Fluoridgehalten im Trinkwasser über 1,5 mg/l. Darunter ist die Evidenz uneinheitlich und reicht nicht für klare Schlussfolgerungen. Die Zufuhrwerte von 2025 berücksichtigen diese Bedenken; sie bedeuten nicht, dass jede Fluoridaufnahme dasselbe Risiko trägt. 1
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- Fluoride safety: updated intake levels for all ages European Food Safety Authority, 2025
- Fluoride: Fact Sheet for Health Professionals NIH Office of Dietary Supplements