Kaliumiodid
Kaliumiodid ist ein Salz aus Kalium und Iod, das als Iodquelle in Nahrungsergänzungen und Iodsalz verwendet wird.
Auch zu viel Jod kann problematisch sein
Die EU-Obergrenze für die langfristige gesamte Jodzufuhr beträgt bei Erwachsenen 600 μg täglich. Davon getrennt schlägt das BfR für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 100 μg pro Tagesportion ab 15 Jahren vor, für Schwangere und Stillende 150 μg. Diese Produktvorschläge sind weder die Obergrenze der Gesamtzufuhr noch Dosierungsregeln für eine ärztlich überwachte Behandlung. 1
Zu viel Jod kann bei empfindlichen Menschen sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion der Schilddrüse auslösen. 2
Welche Medikamente sind wichtig?
Zusammen mit ACE-Hemmern oder kaliumsparenden Diuretika kann Kaliumiodid den Kaliumspiegel erhöhen. Eine hohe Jodzufuhr kann außerdem die Wirkung von Medikamenten gegen Schilddrüsenüberfunktion verstärken. 2
Welche Reaktionen brauchen Aufmerksamkeit?
MedlinePlus nennt unter anderem Übelkeit, Durchfall, metallischen Geschmack und geschwollene Drüsen. Ausschlag, Gesichtsschwellung oder Atembeschwerden erfordern sofortige medizinische Hilfe. MedlinePlus rät bei Dermatitis herpetiformis, hypokomplementämischer Vaskulitis oder einer mehrknotigen Schilddrüse mit gleichzeitiger Herzerkrankung von der Anwendung ab. 3
In der Schwangerschaft sind zwei Fragen zu trennen
Die DGE empfiehlt, eine Jodergänzung in der Schwangerschaft ärztlich abzusprechen, besonders bei Schilddrüsenerkrankungen. 4
Notfalljod erfordert in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Neugeborenen ärztliche Nachbetreuung; wiederholte Gaben sollen möglichst vermieden werden. 3
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- Referenzwerte: Jod 2025