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Sonstiges

Alpha-Lipoic Acid

Alpha-Liponsäure ist eine schwefelhaltige Verbindung, die der Körper in kleinen Mengen bildet und für Enzyme der Energiegewinnung nutzt. Spinat, Brokkoli und Innereien enthalten etwas davon.

Auch bekannt als ALA, thioctic acid, Alpha Lipoid Acid

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Berichtet werden unter anderem Übelkeit, Bauchbeschwerden, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen; auch allergische Reaktionen sind möglich. In den längeren Cochrane-Studien unterschieden sich Nebenwirkungen, die zum Behandlungsabbruch führten, wenig oder gar nicht. Seltene Probleme lassen sich damit jedoch nicht ausschließen. 1 2

Selten, aber wichtig: starke Unterzuckerung

Nach der EFSA-Bewertung kann Alpha-Liponsäure aus Präparaten bei genetisch anfälligen Menschen das Risiko für ein Insulinautoimmunsyndrom erhöhen. Dabei können Antikörper gegen Insulin zu einer Unterzuckerung führen. Eine Dosis, unterhalb derer dieses Syndrom ausgeschlossen wäre, konnte die EFSA nicht bestimmen. 3

Besondere Vorsicht bei Diabetesmedikamenten

Alpha-Liponsäure kann die Wirkung blutzuckersenkender Arzneimittel verstärken. Die Verbraucherzentrale nennt außerdem mögliche Wechselwirkungen mit Krebsmedikamenten und Schilddrüsenhormonen und empfiehlt ärztliche Rücksprache sowie Laborkontrollen. Unterzuckerung bleibt ein Sicherheitsproblem, auch wenn Studien im Durchschnitt keinen Blutzuckervorteil zeigen. 1 4

Für wen ist eine eigenständige Einnahme ungeeignet?

In Schwangerschaft und Stillzeit rät die Verbraucherzentrale zur ärztlichen Rücksprache; für Kinder und Jugendliche hält sie Alpha-Liponsäure wegen berichteter Vergiftungen für ungeeignet. Auch bei Erwachsenen ist eine übliche Verkaufsdosis keine Sicherheitsgarantie, da für die Autoimmunreaktion keine sichere Schwelle feststeht. 1 3

Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.

Quellen