Zum Inhalt springen
EN
Tierischer Ursprung

Colostrum

Kolostrum ist die Milch, die Säugetiere kurz nach der Geburt bilden. Präparate enthalten meist Rinderkolostrum, das Kühe nach dem Kalben produzieren.

Auch bekannt als First Milk, Bovine colostrum

Milchallergie und Magen-Darm-Beschwerden

Eine Kuhmilchallergie war in der Studierendenstudie ein Ausschlussgrund. Für Menschen mit dieser Allergie kann die Studie daher keine Sicherheit belegen. Kolostrum enthält außerdem Lactose, wenn auch meist weniger als reife Milch. 1 2

Der klinische Review nennt Übelkeit, Blähungen, Durchfall, Bauchbeschwerden und Hautausschlag als berichtete leichte bis mittelschwere Nebenwirkungen. Kleine Studien mit begrenzter Nachbeobachtung klären nicht jede Sicherheitsfrage. 3

Studienmengen sind kein täglicher Bedarf

In der Studierendenstudie wurden 0,5–1,0 g täglich verwendet, in der Krafttrainingsstudie mit älteren Erwachsenen 60 g. Wegen der unterschiedlichen Produkte und Teilnehmenden ergibt sich daraus keine allgemeine Dosierungsempfehlung. Die ausgewerteten Daten bestimmen keine optimale Menge zur allgemeinen Gesundheitsförderung. 1 3

Diese Seite bestätigt keine Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit oder die Verträglichkeit mit einzelnen Arzneimitteln.

Besondere Vorsicht im kontrollierten Wettkampfsport

Die US-Anti-Doping-Agentur USADA warnt, dass Kolostrum den im Sport verbotenen Stoff IGF-1 enthalten kann. Obwohl er bei der Verdauung voraussichtlich abgebaut wird, gebe es keine Garantie gegen einen positiven Dopingtest nach oraler Einnahme. Diese Warnung besteht unabhängig von einer möglichen Leistungswirkung. 4

Kein belegter Schutz vor Coronaviren

Die Verbraucherzentrale warnt vor Kolostrumwerbung zum Schutz vor Coronaviren und betont, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Arzneimittel sind. Ergebnisse zu allgemeinen Beschwerdetagen während des Trainings belegen keine Vorbeugung von COVID-19. 5 6

Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.

Quellen