L-Carnitine
L-Carnitin ist ein Stoff, den der Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin bildet und auch über Fleisch aufnimmt. Es transportiert Fettsäuren zur Energiegewinnung in die Mitochondrien.
Auch bekannt als Acetyl-L-Carnitine, ALCAR, Acetylcarnitine, L-Carnitine-L-Tartrate
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Die NIH nennt bei etwa 3 g täglich Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall und fischartigen Körpergeruch. Bei Anfallsleiden können Krampfanfälle auftreten, bei Urämie Muskelschwäche. Ein tolerierbarer Höchstwert wurde nicht festgelegt; unbegrenzte Mengen sind deshalb nicht als sicher anzusehen. 1
Was hat es mit TMAO auf sich?
Darmbakterien können Carnitin in Stoffe umwandeln, aus denen TMAO entsteht. TMAO steht mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko in Zusammenhang. Wie sich das langfristig bei Carnitinpräparaten auswirkt, bewertet NIH als ungeklärt. Neben diesem Sicherheitsaspekt gibt es Studien zu möglichen Herz-Kreislauf-Vorteilen. Carnitins Rolle im Energiestoffwechsel allein entscheidet diese Frage nicht. 1
Medikamente und Nierenfunktion verändern die Ausgangslage
Eine längerfristige Behandlung mit pivalathaltigen Antibiotika kann Carnitin verringern. Die NIH empfiehlt bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme eine ärztliche Besprechung der Carnitinzufuhr. Nierenerkrankungen können zudem Bildung und Verluste verändern; Studien zur Dialysebehandlung sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. 1
Valproinsäure und mehrere andere Medikamente gegen Krampfanfälle können Carnitin im Blut senken. Intravenöses Carnitin wurde außerdem bei Valproinsäurevergiftungen untersucht; das optimale Behandlungsschema ist noch ungeklärt. Das ist eine ärztliche Behandlungsfrage, kein Anlass, die Anfallsmedikation selbst zu ändern oder eigenständig ein Präparat hinzuzufügen. 1
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- Carnitine: Fact Sheet for Health Professionals NIH Office of Dietary Supplements