Phosphor
Phosphor ist ein essenzieller Mineralstoff, der überwiegend als Phosphat in Knochen und Zähnen gespeichert ist. Er kommt in Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Getreide vor.
Bei Nierenerkrankungen gelten andere Voraussetzungen
Mit abnehmender Nierenfunktion wird Phosphat weniger wirksam ausgeschieden. Die Anreicherung kann zur Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Nierenerkrankung beitragen. 1
Warum verschiedene Grenzwerte auftauchen
Laut DGE wurde in Europa keine tolerierbare Gesamtzufuhr für den Nährstoff festgelegt. Die EFSA leitete 2019 bei der Zusatzstoffbewertung jedoch eine akzeptable tägliche Aufnahme von 40 mg Phosphor je Kilogramm Körpergewicht aus allen Nahrungsquellen ab. Dieser Sicherheitswert ist kein Zufuhrziel und gilt nicht bei mittelgradig bis stark eingeschränkter Nierenfunktion. 2 3
Zusätzliche Mengen können Beschwerden verursachen
Nach DGE können hoch dosierte Phosphorpräparate über 750 mg täglich Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Sie verweist auf die BfR-Empfehlung, Phosphor nicht in Nahrungsergänzungsmitteln einzusetzen. Aluminiumhaltige Mittel gegen Sodbrennen können dagegen die Aufnahme vermindern und bei längerer Anwendung einen Mangel begünstigen. 1 2
Unerwünschte Befunde
Bewertungen, bei denen die berichtete Wirkung unerwünscht war. Zu jeder finden Sie die Studien dahinter.
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- FAQ Phosphor DGE
- EFSA issues new advice on phosphates EFSA, 2019