Soja-Isoflavone
Soja-Isoflavone sind Pflanzenstoffe aus Sojabohnen, vor allem Genistein, Daidzein und Glycitein. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit Östrogen werden sie als Phytoöstrogene bezeichnet.
Auch bekannt als Genistein, Genistin, Daidzein, Daidzin
Die Orientierungswerte haben klare Grenzen
Das BfR nennt bis zu 100 mg Soja-Isoflavone täglich für höchstens zehn Monate als Orientierung für gesunde Frauen nach der Menopause. Das ist weder eine Einnahmeempfehlung noch ein Nachweis unbegrenzter Sicherheit. Bei aktueller oder früherer östrogenabhängiger Erkrankung der Brust oder Gebärmutter rät es von isolierten Präparaten ab. 1
Tofu ist anders zu bewerten als eine Kapsel
NCCIH bewertet Sojalebensmittel auch nach Brustkrebs als offenbar sicher; bei konzentrierten Isoflavonpräparaten bleibt die Sicherheit für diese Gruppe unklar. Bei langfristiger Supplementeinnahme nennt es zudem ein mögliches Risiko für eine Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. Für Sojalebensmittel zeigt sich dieses Signal nicht. 2
Auch Allergie und Schwangerschaft sind relevant
Eine Sojaallergie ist auch bei Produkten auf Sojabasis zu berücksichtigen. NCCIH warnt, dass Mengen oberhalb des üblichen Lebensmittelverzehrs in der Schwangerschaft unsicher sein können. Für die Stillzeit fehlen ausreichende Sicherheitsdaten. 3
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.