Lycopene
Lycopin ist der rote Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, der Tomaten, Wassermelonen und rosa Grapefruits färbt. Tomatenprodukte sind die wichtigste Quelle in der Ernährung.
Welche Nebenwirkungen sind bekannt?
In den vom National Cancer Institute ausgewerteten Prostatakrebsstudien wurde Lycopin meist vertragen; gelegentlich traten leichte bis mäßige Magen-Darm-Beschwerden auf. Sehr hohe Mengen lycopinreicher Produkte können die Haut zudem tief orange verfärben. Die Verträglichkeit in solchen Studien rechtfertigt keine unbegrenzte Dosiserhöhung. 1 2
Der EU-Sicherheitswert ist kein Tagesziel
Die Verbraucherzentrale nennt den von der EFSA festgelegten ADI von 0,5 mg je Kilogramm Körpergewicht aus allen Quellen. Dieser Wert für die vertretbare tägliche Aufnahme ist eine Sicherheitsbewertung, keine empfohlene Präparatdosis. Von langfristig hoch dosiertem isoliertem Lycopin rät die Verbraucherzentrale ab; besonders bei Kindern ist die Gesamtzufuhr relevant. 3
Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit
Cholestyramin, Colestipol und Orlistat können die Aufnahme von Carotinoiden vermindern. Für ergänztes Lycopin ist die Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit nicht ausreichend geklärt. Memorial Sloan Kettering beschreibt außerdem eine mögliche Wechselwirkung hoher Lycopinmengen mit Alkohol aus Tierversuchen; ihre Bedeutung für Menschen ist unbekannt. 2 4
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.