Maca
Maca ist eine Pflanze aus den peruanischen Anden, deren unterirdischer Teil traditionell erhitzt oder getrocknet und gemahlen gegessen wird. Es gibt sie auch als Pulver, Kapseln und Tabletten.
Auch bekannt als Organic Black Maca Root Powder, Lepidium meyenii, Maca root, Peruvian Ginseng
Welche Beschwerden wurden berichtet?
Memorial Sloan Kettering nennt Berichte über Magenbeschwerden, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen und veränderte Menstruationszyklen. Daraus lässt sich weder die Häufigkeit ableiten noch sicher sagen, dass Maca die Ursache war. Für eine Sicherheitsbewertung genügt die Bezeichnung „pflanzlich“ jedenfalls nicht. 1
Wann ist Rücksprache besonders wichtig?
MSK empfiehlt ärztliche Rücksprache in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei hormonempfindlichen Krebserkrankungen. Maca kann außerdem bestimmte Testosteron-Labortests beeinflussen. Bei unerwarteten Ergebnissen kann die Angabe verwendeter Präparate deshalb für die Einordnung wichtig sein. 1
Bei Ratten mit Bluthochdruck verstärkte Maca die Wirkung des Blutdruckmittels Losartan. Ob das auch beim Menschen relevant ist, bleibt offen. Es handelt sich um ein Sicherheitssignal aus einem Tierversuch, nicht um eine nachgewiesene Wechselwirkung beim Menschen. 1
Studienmengen sind keine Sicherheitsgrenzen
Die hier beschriebenen Studien verwendeten täglich 1,5–3 g über zwölf Wochen bei gesunden Männern und täglich 3,5 g während einer sechswöchigen Behandlungsphase nach den Wechseljahren. Das sind Forschungsbedingungen, keine bestätigte sichere Dauerdosis für alle Erwachsenen. 2 3
In seiner Bewertung von 2007 konnte das BfR aus den damaligen Daten keine sichere Zufuhrmenge für macahaltige Nahrungsergänzungsmittel ableiten. Diese ältere Einschätzung dokumentiert eine Wissenslücke. Sie ist kein aktueller Nachweis dafür, dass alle Maca-Produkte schädlich sind. 4
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- Maca Memorial Sloan Kettering Cancer Center