S-Adenosyl Methionine
S-Adenosyl-L-Methionin, kurz SAMe, entsteht im Körper aus der Aminosäure Methionin. Es wird auch als Präparat hergestellt.
Auch bekannt als SAME, SAMe, Ademethionine, S-adenosyl-L-methionine
Bei bipolarer Störung ist besondere Vorsicht nötig
SAMe kann manische Symptome bei einer bipolaren Störung verstärken. Das NCCIH rät in dieser Situation von einer Anwendung ohne medizinische Begleitung ab. Auch depressive Beschwerden sollten abgeklärt werden, statt die Behandlung durch einen Selbstversuch hinauszuschieben. 1
Wechselwirkungen mit Medikamenten prüfen
SAMe kann mit Mitteln wechselwirken, die den Serotoninspiegel erhöhen, darunter Antidepressiva, Johanniskraut und L-Tryptophan. Das MSD Manual beschreibt bei bestimmten Kombinationen die Gefahr eines Serotoninsyndroms, einer potenziell schweren Reaktion. Außerdem kann SAMe die Wirksamkeit von Levodopa vermindern. Gerade bei einer Parkinsonbehandlung ist deshalb eine ärztliche Prüfung der Kombination wichtig. 1 2
Verträglichkeit und offene Sicherheitsfragen
Gemeldete Nebenwirkungen betreffen meist die Verdauung, etwa Übelkeit. Zur Langzeitsicherheit und zur Anwendung in der Schwangerschaft fehlen ausreichende Daten; für die Stillzeit empfiehlt das NCCIH ebenfalls ärztliche Rücksprache. Bei geschwächter Immunabwehr beschreibt es eine theoretische Sorge: SAMe könnte das Wachstum von Pneumocystis fördern. Das ist kein Nachweis einer erhöhten Infektionsrate durch die Einnahme. 1
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- S-Adenosyl-L-Methionin (SAM) MSD Manual, 2026