Vitamin B12
Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein lebensnotwendiges wasserlösliches Vitamin, das von Bakterien gebildet wird und fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.
Auch bekannt als Cyanocobalamin, cobalamin, methylcobalamin, 5-deoxyadenosylcobalamin
Was sagt ein Bluttest aus?
Häufig wird zunächst B12 im Serum bestimmt; die Grenzwerte unterscheiden sich zwischen Laboren. NIH empfiehlt bei Serumwerten zwischen 150 und 399 pg/ml eine ergänzende Messung der Methylmalonsäure, kurz MMA. MMA kann allerdings auch bei eingeschränkter Nierenfunktion erhöht sein. Der Wert braucht daher eine medizinische Einordnung. 1
Kribbeln und Taubheit ernst nehmen
Taubheit und Kribbeln können auch ohne Anämie auf einen B12-Mangel hinweisen. Eine zeitnahe Abklärung ist wichtig, weil neurologische Schäden dauerhaft werden können. In Schwangerschaft und Stillzeit kann ein mütterlicher Mangel zudem die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen; eine ausreichende Versorgung ist dann besonders wichtig. 1
Keine Höchstgrenze heißt nicht unbegrenzter Nutzen
Wegen der geringen Toxizität wurde für B12 keine tolerierbare obere Zufuhrgrenze festgelegt. Das ist kein Beleg dafür, dass immer höhere Dosen Energie oder Gedächtnis verbessern. Die Studien bei Menschen ohne manifesten Mangel zeigten keinen kognitiven Nutzen. 1 2
Hohe Folatmengen können die Anämie eines B12-Mangels korrigieren, ohne dessen Nervenschäden zu beheben, und dadurch die Erkennung verzögern. Auch Metformin und Säurehemmer können den B12-Status beeinflussen. Es lohnt sich deshalb, bei der ärztlichen Abklärung alle Medikamente und Präparate zu nennen. 1 3
Information, keine individuelle medizinische Beratung. Studien zu einem Stoff belegen nicht die Wirksamkeit dieser Produkte.
Quellen
- Vitamin B12: Fact Sheet for Health Professionals NIH Office of Dietary Supplements
- Folate: Fact Sheet for Health Professionals NIH Office of Dietary Supplements