Melatonin
Melatonin ist ein Hormon, das die Zirbeldrüse im Gehirn vor allem nachts bildet und Teil des Schlaf-Wach-Rhythmus ist. Präparate enthalten synthetisch hergestelltes Melatonin.
Auch bekannt als N-Acetyl-5-Methoxytryptamine, Melatonine, Melovine, Melatol
Im Durchschnitt geht es um wenige Minuten
Eine Analyse von 19 Studien mit 1.683 Teilnehmenden mit primären Schlafstörungen fand 2013: Unter Melatonin schliefen die Menschen etwa sieben Minuten früher ein und etwa acht Minuten länger als unter Placebo. Auch die Schlafqualität verbesserte sich leicht. Diese Mittelwerte versprechen keinen bestimmten Effekt für die einzelne Person. 1
Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle
Eine Auswertung von 26 randomisierten Studien aus dem Jahr 2024 fand Zusammenhänge zwischen Schlafwirkung, Dosis und Einnahmezeitpunkt. Die statistische Modellierung hilft bei der weiteren Forschung, liefert aber keine optimale Abenddosis für alle. 2
Bei dauerhafter Schlaflosigkeit braucht es mehr
NCCIH fasst Leitlinien zusammen, die eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie als erste Behandlung empfehlen und die Belege für Melatonin bei chronischer Insomnie als unzureichend bewerten. Die kleinen Vorteile aus Studien bleiben damit relevant, reichen aber nicht für eine allgemeine Behandlungsempfehlung. 3
Wirkungen nach Gesundheitsziel
Öffnen Sie eine Wirkung, um die Studien hinter der Bewertung zu sehen. Die Balken zeigen die Größe der Wirkung, der Buchstabe die Qualität der Studienlage.
Schlaf3 Wirkungen
Stress & Stimmung3 Wirkungen
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